Warum sind Schweizer so pünktlich?
Weil sie die Uhren erfunden haben. Und weil sie sie benutzen.
Schweizer Witze drehen sich um Pünktlichkeit, hohe Preise, Neutralität und die Frage, wie man in einem Land mit so vielen Regeln überhaupt spontan sein kann. Hier findest du Witze, über die auch Schweizer schmunzeln, und einige, in denen wir Deutschen als Gäste ziemlich ungeschickt aussehen. Fast alle eignen sich auch für die Familie.
Warum sind Schweizer so pünktlich?
Weil sie die Uhren erfunden haben. Und weil sie sie benutzen.
Warum arbeiten Schweizer so viel?
Damit sie sich leisten können in der Schweiz zu leben.
Wie erkennt man einen Schweizer im Ausland?
Er zahlt bar. Und er fragt nach der Quittung.
Warum hat die Schweiz vier Landessprachen?
Damit niemand versteht was der andere sagt. Das hält den Frieden.
Ein Schweizer kommt zu spät. Fragt ihn jemand: „Was ist passiert?"
"Die Uhr ist stehengeblieben." "Das gibt es nicht." "Nein. Eigentlich nicht."
Warum haben Schweizer so viele Konten?
Das ist nicht wahr. Außerdem geht Sie das nichts an.
Was sagt der Schweizer wenn er begeistert ist?
"Das ist nicht schlecht."
Ein Schweizer und ein Österreicher diskutieren wer besser Ski fährt.
Der Schweizer gewinnt. Er redet weniger und fährt einfach.
Was ist das Nationalgericht der Schweiz?
Fondue. Und Käse. Und Schokolade. Und Uhren essen die nicht aber man kauft sie gerne.
Warum sind Schweizer so neutral?
Weil Meinung teuer ist. Und in der Schweiz ist sowieso alles teuer.
Warum sollte man einem Berner am Freitag keinen Witz erzählen?
Sonst lacht er am Sonntag in der Kirche.
Wie testet ein Schweizer, ob ein Deutscher wirklich Schweizerdeutsch gelernt hat?
Er lässt ihn „Chuchichäschtli“ sagen. Und stellt schon mal ein Glas Wasser bereit.
Wer macht eigentlich die Löcher in den Emmentaler?
Niemand. Aber die Schweizer haben herausgefunden, wie man sie mitverkauft.
In der Schweiz hat ein Zug drei Minuten Verspätung.
Am nächsten Tag steht es in der Zeitung. In Deutschland käme es in die Zeitung, wenn er pünktlich wäre.
Ein Deutscher zieht in ein Mehrfamilienhaus in Zürich und hängt am ersten Sonntag ein Bild auf.
Am Montag hängt im Treppenhaus ein Zettel. Sehr höflich formuliert, mit Uhrzeit und Anzahl der Hammerschläge.
Was ist in der Schweiz verbindlicher als jeder Vertrag?
Der Waschküchenplan.
Warum schmeckt Schweizer Milchschokolade so gut?
Die Kühe haben beim Fressen Bergblick. Das schmeckt man.
Auf Schweizer Wanderwegen grüßt man jeden, der einem entgegenkommt.
Deshalb schafft man an einem schönen Sonntag auch nur zwei Kilometer. Der Rest ist „Grüezi“.
Wie bedankt sich ein Schweizer in zwei Landessprachen gleichzeitig?
„Merci vielmal.“
Warum hängen Schweizer an so viele Wörter ein „li“ dran?
Damit es netter klingt. Ein Gipfeli für vier Franken tut weniger weh als ein Croissant für vier Franken.
Ein Schweizer Ehepaar kann sich nicht einigen, ob es einen Hund anschaffen soll.
Also wird abgestimmt. Mit Abstimmungsbüchlein, Argumenten dafür und dagegen und einem Termin in drei Monaten.
Was ist für einen Basler das Schönste an Zürich?
Der Zug zurück nach Basel.
Warum sieht die Schweiz auf der Landkarte so klein aus?
Weil sie zusammengefaltet ist. Gebügelt wäre sie riesig.
Wie flucht ein Schweizer, wenn er sich mit dem Hammer auf den Daumen haut?
Leise. Und danach entschuldigt er sich beim Nachbarn für den Lärm.
Beim Fondue gilt: Wer sein Brot im Käse verliert, zahlt die nächste Runde.
Deshalb hat noch nie ein Schweizer sein Brot verloren. Nur die Gäste aus Deutschland.
Ein Schweizer packt für drei Wochen Urlaub. Im Koffer liegt nur ein Taschenmesser.
„Mehr brauchst du nicht?“, fragt seine Frau. „Da ist doch alles dran.“
Ein Deutscher fragt in St. Moritz den Kellner: „Gibt es hier eigentlich auch etwas, das nichts kostet?“
„Die Aussicht. Noch.“
Ein Deutscher sagt im Zürcher Café: „Ich krieg einen Kaffee.“
Die Kellnerin lächelt: „Das schauen wir dann noch.“
Warum hat die Schweiz offiziell keine Hauptstadt, sondern nur eine Bundesstadt?
Damit sich in Zürich keiner ärgern muss.
Die meisten Schweizer Witze greifen ein Bild auf, das jeder im Kopf hat: alles pünktlich, alles sauber, alles teuer. Ein Zug mit drei Minuten Verspätung schafft es dort in die Zeitung, und die stehengebliebene Uhr ist eine Ausrede, die nicht einmal der Schweizer selbst glaubt. Bei den Preisen wird es noch einfacher. Wenn ein Deutscher in St. Moritz fragt, was hier eigentlich nichts kostet, und der Kellner „Die Aussicht. Noch.“ antwortet, nickt jeder, der dort schon mal einen Kaffee bezahlt hat.
Ein Dauerthema ist auch die Neutralität. Der Witz über die vielen Konten endet mit „Außerdem geht Sie das nichts an“, und so stellt man sich die Schweizer Bank ja auch vor, höflich und verschwiegen. Das Taschenmesser, an dem angeblich alles dran ist, gehört in dieselbe Schublade. Es steht für ein Land, das auf jede Lage vorbereitet sein will, sogar auf drei Wochen Urlaub mit nur einem Gepäckstück. Und dass Bern offiziell nur Bundesstadt heißt, erklärt der Witz ganz schweizerisch mit Rücksicht auf die Zürcher.
Ein guter Teil der Witze hier spielt mit dem Verhältnis zu uns Deutschen. Wer im Zürcher Café „Ich krieg einen Kaffee“ sagt, klingt für Schweizer Ohren ziemlich fordernd. Dort sagt man lieber „Ich hätte gern“, und die Kellnerin im Witz lässt den Gast das freundlich spüren. Auch der Deutsche, der am Sonntag ein Bild aufhängt, und der Gast, der beim Fondue sein Brot im Käse verliert, liefern dankbare Pointen. Wir sollten das sportlich nehmen, die Klischees über uns sind ja nicht ganz aus der Luft gegriffen.
Solche Witze kommen gut an, wenn du sie Freunden erzählst, die gerade aus dem Skiurlaub zurück sind oder in der Schweiz arbeiten. Für Kinder eignen sich vor allem die Witze über Käse, Schokolade und die zusammengefaltete Landkarte. Wer nach der Schweiz noch Lust auf Alpenhumor hat, wechselt zu den Österreicherwitzen. Die Schwabenwitze zeigen, dass man auch nördlich vom Bodensee genau aufs Geld schaut, und wer Pünktlichkeit eher bei der eigenen Bahn vermisst, findet bei den Bahnwitzen genug Stoff.
Die besten Witze über Schweizer kommen oft aus der Schweiz selbst. Dort zieht man am liebsten die Nachbarn im eigenen Land auf: die Berner, die angeblich alles etwas gemächlicher angehen, die Zürcher und Basler, die sich nicht ganz grün sind, und den Waschküchenplan im Mehrfamilienhaus, über den mehr diskutiert wird als über manche Volksabstimmung. Von außen wirkt die Schweiz wie aus einem Guss. Von innen ist sie ein Flickenteppich aus Kantonen, die sich sehr gut kennen und genau deshalb gern necken.
Schweizer Humor kommt selten mit Pauken und Trompeten. Die Pointe ist trocken, oft eine Untertreibung, und wer nicht genau hinhört, merkt erst einen Moment später, dass gerade ein Witz gefallen ist. Lob kommt gern verpackt als Nebensatz, Kritik als höfliche Frage. Darum passen Schweizer Witze gut neben die Ostfriesenwitze, die ebenfalls mit wenigen Worten auskommen. Und wer sehen will, wie ein anderes kleines Land mit mehreren Sprachen über sich selbst lacht, schaut bei den Belgier-Witzen vorbei.
Ein eigenes Thema ist die Sprache. Schweizerdeutsch klingt für Deutsche oft gemütlich, ist für Ungeübte aber erstaunlich schwer zu verstehen. Wörter wie Chuchichäschtli, Gipfeli oder Grüezi tauchen deshalb in vielen Witzen auf, und die Verkleinerung mit „li“ macht selbst den teuersten Kaffee ein bisschen sympathischer.