Warum macht der Physiker Witze?
Weil Humor eine Form von Energie ist. Und Energie erhält sich.
Physikwitze spielen mit Schwerkraft, Licht, Energie und der Frage, warum das Butterbrot immer auf die falsche Seite fällt. Manche verstehst du mit dem Wissen aus der Mittelstufe, bei anderen hilft es, schon mal von Schrödinger oder Heisenberg gehört zu haben. Unter den Witzen erklären wir, was sie lustig macht und in welcher Runde sie am besten ankommen.
Warum macht der Physiker Witze?
Weil Humor eine Form von Energie ist. Und Energie erhält sich.
Warum fällt ein Apfel vom Baum?
Wegen der Schwerkraft. Warum gibt es Schwerkraft? Das ist eine andere Geschichte.
Warum läuft Licht so schnell?
Weil es weiß dass es niemand einholen kann.
Lehrer: „Was ist der Unterschied zwischen Masse und Gewicht?"
Schüler: „Auf dem Mond ist der Unterschied praktisch relevant."
Fragt der Schüler: „Was ist ein Neutron?"
"Ein Teilchen ohne Ladung." "Wie der Lehrer?"
Was hat Einstein und mein Zeugnis gemeinsam?
Beides ist relativ.
Was sagt ein Physiker wenn es kalt ist?
"Das ist relativ."
Warum hat der Physiker keine Freunde?
"Ich hab welche. Die Wahrscheinlichkeit dass sie gerade hier sind ist nur gering."
Was passiert wenn man in der Physikstunde einschläft?
Man verpasst die Erklärung. Das ist das Gleiche wie wach zu sein manchmal.
Was sagt der Physiker zur Fliege an der Wand?
"Beeindruckende Haftreibung."
Fragt der Schüler: „Wozu brauche ich Physik?"
"Um zu verstehen warum das Brot runterfällt." "Das fällt immer auf die Butterseite." "Das ist Statistik, nicht Physik."
Lehrer: „Was ist Licht?"
"Das was die Rechnung höher macht." "Physikalisch." "Photonen."
Warum ist der Physiker immer entspannt?
"Alles ist Energie und Energie kann nicht verloren gehen." "Und die schlechte Note?" "Die ist in Ärger umgewandelt worden."
Warum reist der Physiker nie in die Vergangenheit?
Weil er weiß dass es nicht geht. Oder schon gegangen ist. Das ist kompliziert.
Der Lehrer fragt: „Kannst du mir sagen, was ein Vakuum ist?“
„Ich hab's im Kopf, ich komm nur gerade nicht drauf.“
Heisenberg wird von der Polizei angehalten. „Wissen Sie eigentlich, wie schnell Sie gefahren sind?“
„Nein. Aber ich weiß ganz genau, wo ich bin.“
Die Lehrerin fragt: „Was ist schneller, Licht oder Schall?“ „Licht.“ „Richtig. Und warum?“
„Weil die Augen weiter vorne sitzen als die Ohren.“
Zwei Atome treffen sich. Sagt das eine: „Ich glaube, ich hab ein Elektron verloren.“ „Bist du sicher?“
„Ganz sicher. Ich bin jetzt positiv.“
Schrödingers Katze erklärt der Lehrerin: „Meine Hausaufgaben sind gemacht und gleichzeitig nicht gemacht.“
„Das entscheidet sich erst, wenn Sie ins Heft schauen.“
Physik nimmt alles sehr genau, und diese Genauigkeit liefert den Stoff für die meisten Witze hier. Ein normaler Mensch sieht eine Fliege an der Wand und will sie verscheuchen. Der Physiker staunt über die beeindruckende Haftreibung. Die Pointe entsteht, weil jemand eine Alltagsszene mit Fachbegriffen beschreibt, die völlig richtig sind und trotzdem völlig danebenliegen.
Ein zweiter Trick ist das Naturgesetz als Ausrede. Der Physiker bleibt entspannt, weil Energie nicht verloren gehen kann, und die schlechte Note hat sich eben in Ärger umgewandelt. Das ist Energieerhaltung, wie sie im Schulbuch steht, nur auf den Küchentisch übertragen. Ähnlich geht es dem Schüler, der wissen will, warum das Butterbrot immer auf die Butterseite fällt. Dafür hat der Lehrer keine Formel, nur den Hinweis, dass das Statistik ist. Wer schon mal ein Brot vom Teppich gekratzt hat, nickt da mit.
Die Witze auf dieser Seite lassen sich grob in zwei Gruppen teilen: solche, die jeder aus der Schule versteht, und solche, bei denen ein bisschen Wissen aus Oberstufe oder Studium hilft.
Viele brauchen kaum Vorwissen. Dass Licht schneller ist als Schall, weil die Augen weiter vorne sitzen als die Ohren, verstehen schon Grundschulkinder, auch wenn die Begründung natürlich Unsinn ist. Der Schüler, der das Vakuum im Kopf hat und nur gerade nicht draufkommt, passt in jede Physikstunde. Genauso das Neutron ohne Ladung, das ein Schüler sofort mit seinem Lehrer vergleicht. Solche Witze lockern eine trockene Stunde auf, ohne dass jemand bloßgestellt wird, und eine Lehrerin, die sie selbst erzählt, hat die Klasse meistens schnell auf ihrer Seite.
Andere setzen echtes Wissen voraus. Heisenberg, der bei der Verkehrskontrolle nicht weiß, wie schnell er war, aber ganz genau, wo er ist, lebt von der Unschärferelation. Wer die nie gehört hat, sieht nur einen zerstreuten Autofahrer. Schrödingers Katze ist dagegen so bekannt, dass der Witz über ihre Hausaufgaben fast überall funktioniert. Solange niemand ins Heft schaut, sind sie gemacht und nicht gemacht. Diese Witze erzählt man am besten in einer Runde, in der mindestens einer das Fach studiert hat. Der erklärt dann gern, warum es lustig ist, und das ist oft noch lustiger als der Witz selbst. Mehr aus Hörsaal und Mensa findest du bei den Studentenwitzen.
Physik hängt eng mit anderen Fächern zusammen, und das merkt man auch beim Humor. Bei den Mathewitzen sitzt ein Physiker vor einem leeren Haus und schiebt alles auf einen Messfehler, während der Mathematiker neben ihm mit minus eins rechnet. Bei den Chemikerwitzen geht es eher ums Labor und um Formeln, die im Unterricht ganz anders aufgesagt werden als gedacht. Die Ingenieurwitze zeigen, was passiert, wenn jemand die Theorie tatsächlich bauen muss. Ein Witz von dort fasst den Unterschied gut zusammen: Der Physiker fragt, warum es funktioniert, der Ingenieur, wann es fertig ist.