Kind: „Papa, ich hab Hunger.“
Papa: „Hallo Hunger, ich bin Papa.“
Papa-Witze erkennt man daran, dass Papa am lautesten lacht und alle anderen stöhnen. Hier findest du die typischen Kalauer vom Abendessen, Sprüche vom Grill und kleine Geschichten über Papa, das Navi und die Fernbedienung. Zum Vorlesen, zum Verschicken oder als Munition für den nächsten Vatertag, falls Papa mal eine Pause von seinen eigenen Witzen braucht.
Kind: „Papa, ich hab Hunger.“
Papa: „Hallo Hunger, ich bin Papa.“
Warum hat Papa immer die Fernbedienung?
Sie ist das einzige Gerät im Haus, das auf ihn hört.
Papa am Grill: „Noch fünf Minuten.“ Mama: „Das hast du vor einer halben Stunde auch gesagt.“
Papa: „Siehst du? Auf mich ist Verlass.“
Tochter: „Papa, weißt du, wie spät es ist?“
Papa: „Ja.“ Und liest weiter Zeitung.
Warum geht Papa nicht mehr allein zum Elternabend?
Letztes Mal war er zwei Minuten auf der Toilette und kam als Elternsprecher zurück.
Tochter: „Papa, machst du mir einen Toast?“
Papa wedelt mit der Hand: „Simsalabim, du bist ein Toast.“
Papa ignoriert das Navi seit einer halben Stunde. Von hinten fragt das Kind: „Sind wir bald da?“
Papa: „Wir sind längst irgendwo. Nur nicht da.“
Der Kellner fragt: „Haben Sie schon gewählt?“
Papa: „Ja. Aber das ist geheim.“
Mama ruft: „Das Essen steht auf dem Tisch!“
Papa: „Komisch. Ich hätte es lieber auf dem Teller.“
Sohn: „Papa, hilfst du mir bei den Hausaufgaben?“ Papa: „Nein, das wäre nicht richtig.“
Sohn: „Macht nichts. Versuch es trotzdem.“
Kind: „Papa, die Würstchen sind ja ganz schwarz!“
Papa: „Das ist kein Schwarz. Das ist Röstaroma.“
Was ist Papas liebstes Hobby am Sonntag?
Die Fernbedienung suchen. Sie steckt im Sofa. Sie steckt immer im Sofa.
Tochter: „Papa, ich will ein Pony!“
Papa: „Kein Problem.“ Und holt die Schere.
Sohn: „Papa, kann ich 20 Euro haben?“
Papa: „Was? 15 Euro? Wofür brauchst du denn 10 Euro?“
Papa beim Elternabend. Die Lehrerin fragt: „Gibt es noch Fragen?“ Papa meldet sich.
„Wann ist Schluss?“
Sohn: „Papa, was ist der Unterschied zwischen Ignoranz und Gleichgültigkeit?“
Papa: „Weiß ich nicht. Und es ist mir auch egal.“
Warum repariert Papa alles selbst?
Damit der Handwerker hinterher mehr zu tun hat.
Mama schickt Papa in den Supermarkt. Auf dem Zettel steht nur: Milch.
Er kommt mit Grillkohle, einem Akkuschrauber und drei Sorten Senf zurück. Die Milch hat er vergessen.
Mama: „Kannst du mal den Müll rausbringen?“
Papa: „Gern. Wo will er denn hin?“
Warum fragt Papa nie nach dem Weg?
Er hat sich nicht verfahren. Er nimmt die landschaftlich schöne Strecke. Seit zwei Stunden.
Kind: „Papa, erzählst du mir eine Gute-Nacht-Geschichte?“
Papa: „Es war einmal ein Kind, das um acht Uhr eingeschlafen ist. Ende.“
Woran erkennt man einen gelungenen Papa-Witz?
Alle stöhnen. Papa hält das für Applaus.
Papa probiert die Suppe: „Da fehlt was.“ Mama: „Was denn?“
Papa: „Die Wursteinlage. Die hab ich beim Abschmecken schon gegessen.“
Warum kommen die Kinder plötzlich pünktlich zum Abendessen?
Papa hat das WLAN-Passwort geändert. Das neue verrät er erst nach dem Nachtisch.
Woran erkennt man, dass Papa zu Hause ist?
Alle Fenster sind zu, alle Lichter sind aus, und irgendwer erklärt gerade, was eine Kilowattstunde kostet.
Familienausflug. Mama: „Machst du mal ein Foto von uns?“
Papa macht vierzig Stück. Auf jedem ist sein Daumen.
Mama: „Reichst du mir bitte die Kartoffeln?“
Papa: „Keine Sorge, die reichen schon. Für alle.“
Papa baut einen Schrank auf. Am Ende bleiben vier Schrauben übrig.
„Die sind für den nächsten Schrank“, sagt er. Den gibt es noch gar nicht.
Papa tritt nachts barfuß auf einen Legostein.
„Hat gar nicht wehgetan“, sagt er. Auf einem Bein und mit Tränen in den Augen.
Was wünscht sich Papa zum Vatertag?
Ein Publikum, das über seine Witze lacht. Er bekommt Socken.
Ein Papa-Witz ist weniger eine Witzform als eine Haltung. Der Witz selbst ist meist ein Kalauer, ein Wortspiel oder eine Antwort, die eine harmlose Frage absichtlich falsch versteht. Das Besondere passiert danach: Die Familie stöhnt, verdreht die Augen, und Papa strahlt. Das Stöhnen ist kein Misserfolg, sondern der eigentliche Applaus. Wer seine Kinder zum Augenrollen bringt, hat aus Papa-Sicht alles richtig gemacht. Und ein guter Papa-Witz ist immer jugendfrei. Er muss am Familientisch funktionieren, vor der Oma genauso wie vor dem Jüngsten.
Im Englischen heißen solche Sprüche Dad Jokes, und der Begriff ist längst auch bei uns angekommen. Dad Jokes auf Deutsch funktionieren genauso wie das Original. „Hallo Hunger, ich bin Papa“ ist so etwas wie ein internationaler Standard. Man nimmt einen Satz, dreht ihn in die falsche Richtung und wartet auf die Reaktion. Und warum Papa Witze erzählt, die er selbst schon hundertmal gehört hat? Weil die Reaktion jedes Mal ein bisschen anders ausfällt. Und weil ihm sowieso keiner den Mund verbieten kann.
Viele Papa-Witze sehen auf den ersten Blick aus wie Flachwitze. Der Unterschied liegt im Erzähler. Ein Flachwitz funktioniert auch auf einem Zettel. Ein Papa-Witz braucht den Vater, der ihn im unpassendsten Moment bringt, und die Familie, die darunter leidet. Die Situation gehört zur Pointe dazu. Elternwitze dagegen erzählen meistens vom Familienalltag aus Sicht der Kinder oder über Mama und Papa als Team. Bei Papa-Witzen steht Papa allein im Mittelpunkt, als Erzähler und als Hauptfigur.
Neben den Kalauern gibt es Witze über Papa, und die spielen erstaunlich oft an denselben Orten. Am Grill ist Papa Chef, Meister und Zeitansager in einer Person. Das Würstchen ist dort nie verbrannt, es hat höchstens Röstaroma. Im Auto läuft eine stille Fehde mit dem Navi, die Papa nicht verlieren will und deshalb gern auf Umwegen austrägt. Und auf dem Sofa gehört die Fernbedienung ihm, auch wenn er sie gerade wieder nicht findet.
Diese Witze funktionieren, weil fast jeder so einen Vater kennt oder selbst einer ist. Man lacht nicht über Papa, sondern mit ihm. Viele Väter erzählen die Witze über sich selbst sogar am liebsten, gerade weil sie sich darin wiedererkennen. Und wer wissen will, was aus einem Papa wird, wenn er noch ein paar Jahrzehnte übt, schaut bei den Opa-Witzen vorbei. Wer selbst Papa ist, darf die Witze auf dieser Seite übrigens gern als Vorlage benutzen. Die Familie wird stöhnen, aber das gehört dazu.
Ein eigenes Kapitel ist der Elternabend. Väter, die dort sitzen, haben meistens zwei Ziele: nicht auffallen und pünktlich wieder zu Hause sein. Beides klappt selten. Wer eine Sekunde zu lange auf die Tafel schaut, steht plötzlich auf der Kuchenliste fürs Sommerfest. Und die Frage, wann denn Schluss ist, haben viele Väter im Kopf, auch wenn sich nur einer traut, sie laut zu stellen. Wer gut vorbereitet kommt, bringt eine Thermoskanne Kaffee mit und setzt sich in die letzte Reihe, möglichst nah an die Tür.
Neben den Witzen gibt es noch eine dritte Sorte: die Sätze, die fast jeder Vater irgendwann sagt, ohne es zu merken. „Wir heizen hier nicht für draußen.“ „Wer hat schon wieder das Licht im Keller angelassen?“ „Frag deine Mutter.“ Und natürlich der Klassiker auf der Rückbank: „Wenn ihr nicht aufhört, drehe ich um.“ Umgedreht hat kaum ein Vater je, aber der Satz fällt trotzdem auf jeder längeren Fahrt.
Diese Sprüche sind keine Witze im eigentlichen Sinn, aber sie sind der Stoff, aus dem viele Papa-Witze entstehen. Wer sie als Kind tausendmal gehört hat, ertappt sich als Erwachsener irgendwann selbst dabei. Das ist der Moment, in dem man merkt, dass man jetzt selbst der Papa ist. Spätestens dann antwortet man auf die Frage nach der Uhrzeit nur noch mit „Ja“.
Der Vatertag ist der eine Tag im Jahr, an dem Papa offiziell im Mittelpunkt steht. In Deutschland fällt er auf Christi Himmelfahrt, also immer auf einen Donnerstag, meistens im Mai. Wer ihm eine Freude machen will, kann den Spieß umdrehen und ihm zur Abwechslung selbst ein paar Vaterwitze erzählen. Das überrascht, und Papa lacht wahrscheinlich lauter als bei jedem Geschenk. Witze zum Vatertag passen auch gut auf eine Karte oder in eine Nachricht am Morgen, gerade wenn man an dem Tag nicht vorbeikommen kann.
Für Kinder sind Papa-Witze übrigens ein guter Einstieg in den Humor mit Sprache. Wer verstanden hat, warum die Kartoffeln längst reichen und warum der Toast nicht zum Essen gedacht war, hat das Grundprinzip vom Wortspiel schon begriffen. Mehr davon gibt es bei den Wortwitzen, und für die Kleinsten sind die Kinderwitze der bessere Startpunkt. Irgendwann erzählen die Kinder die Witze dann selbst, meistens ihren eigenen Kindern. Und die nächste Generation stöhnt.