Kölner Witze Tünnes und Schäl, Köbes und Klüngel

Kölner Witze leben vom Dialekt, vom Kölsch in der Stange und von zwei Herren namens Tünnes und Schäl. Hier findest du kölsche Witze über den Dom, den Köbes, den Klüngel und den Karneval, dazu ein paar freundliche Sticheleien Richtung Düsseldorf. Ein bisschen Kölsch ist auch dabei, aber so, dass man es ohne Wörterbuch versteht.

Schäl: „Tünnes, wenn du en Million hätts, däts du mir de Hälfte jevve?“ „Klar.“ „Un wenn du zwei Autos hätts?“ „Krisste eins.“ „Un wenn du zwei Fahrräder hätts?“

Tünnes fällt in den Rhein und schreit: „Hilfe! Ich kann nit schwimme!“

Schäl fragt: „Tünnes, wat is wichtiger, de Sonn oder de Mond?“

Tünnes kommt zum Bahnsteig gerannt, aber der Zug ist gerade weg. Er ist völlig aufgelöst.

Schäl: „Tünnes, du häs jo zwei verschiedene Socke an!“

Warum steht am Kölner Dom eigentlich immer irgendwo ein Gerüst?

Warum hat der Bau vom Kölner Dom über 600 Jahre gedauert?

Wie bestellt man in einem Kölner Brauhaus ein Kölsch?

Wie sagt man in einer Kölner Kneipe, dass man nichts mehr trinken möchte?

Ein Düsseldorfer bestellt im Kölner Brauhaus ein Alt.

Gast im Brauhaus: „Ich hätte gern ein Glas Wasser.“

Ein Bayer bekommt in Köln seine erste Stange Kölsch.

Ein Hamburger fragt: „Ist Kölsch eigentlich eine Sprache oder ein Bier?“

Was ist für einen Kölner das Schönste an Düsseldorf?

Und was ist für einen Düsseldorfer das Schönste an Köln?

Woran erkennt man einen Kölner in Düsseldorf?

Was ist der Unterschied zwischen Köln und Düsseldorf?

Welche Jahreszeit mag ein Kölner am liebsten?

Warum verteilt ein Kölner im Karneval so viele Bützje?

Was macht ein Kölner am Aschermittwoch?

Was ist Klüngel?

Ein Zugezogener fragt, wie man in Köln am schnellsten eine Wohnung findet.

Zwei Kölner treffen sich zufällig im Urlaub auf Mallorca.

Ein Zugezogener fragt seinen Kölner Kollegen: „Was machen wir, wenn das Projekt nicht rechtzeitig fertig wird?“

Woran erkennt man, dass ein Kölner richtig im Stress ist?

Was braucht ein Kölner Veedel zum Leben?

Ein Tourist bestellt in Köln einen „Halve Hahn“ und freut sich auf ein halbes Hähnchen. Er bekommt ein Roggenbrötchen mit Käse.

Warum hat der 1. FC Köln einen Geißbock als Maskottchen?

Warum gibt es in Köln so viele Kirchen?

Ein Zugezogener fragt: „Was ist eigentlich ein Jeck?“

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Tünnes und Schäl: die Stars der kölschen Witze

Wer Witze über Köln erzählt, kommt an diesen beiden nicht vorbei. Sie stammen aus dem Hänneschen-Theater, der traditionsreichen Kölner Puppenbühne, und stehen dort bis heute auf der Bühne. Tünnes ist der Gutmütige mit der dicken roten Nase, ein bisschen langsam, aber auf seine Art bauernschlau. Schäl hält sich für den Klügeren, und sein Name bedeutet auf Kölsch so viel wie schielend. Wer durch die Altstadt läuft, kann die zwei auch als Bronzefiguren besuchen. Die Nase vom Tünnes ist dort ganz blank, weil so viele Leute sie für Glück reiben.

Der Witz, in dem Tünnes in den Rhein fällt, zeigt gut, wie die beiden funktionieren. Tünnes schreit um Hilfe, und Schäl wundert sich nur, warum der so einen Lärm macht, er könne ja auch nicht schwimmen und schreie trotzdem nicht. Schäls Logik ist in sich völlig schlüssig und dabei komplett nutzlos. Dieses Muster steckt in vielen Witzen der beiden. Einer sagt etwas Vernünftiges, der andere antwortet mit einer Weisheit, die man erst beim zweiten Hinhören als Unsinn erkennt.

Ein bisschen Kölsch für Anfänger

Kölsch ist in Köln Bier und Sprache zugleich, und man sagt gern, es sei die einzige Sprache, die man trinken kann. Für die Witze auf dieser Seite reichen ein paar Wörter. Ein Jeck ist ein Narr, und zwar im besten Sinne. Ein Bützje ist ein Küsschen auf die Wange, das Veedel ist das eigene Viertel und das Büdchen der Kiosk an der Ecke. Dazu kommen Sätze aus dem sogenannten Kölschen Grundgesetz, einer Sammlung von Lebensweisheiten, die halb im Scherz und halb im Ernst zitiert wird. „Et kütt, wie et kütt“ heißt, dass es kommt, wie es kommt. „Et hätt noch immer jot jejange“ bedeutet, dass es bisher noch immer gut gegangen ist. Und „Jeder Jeck is anders“ ist die kölsche Version von Toleranz.

Dom, Kölsch und Köbes

Der Dom ist für die Kölner mehr als eine Kirche. Er ist Treffpunkt, Wegweiser und das Erste, was man vom Zug aus sieht, wenn man über die Hohenzollernbrücke nach Hause kommt. Gebaut wurde an ihm mit langen Unterbrechungen über 600 Jahre, und ganz ohne Gerüst sieht man ihn bis heute praktisch nie. In Köln erzählt man sich, dass die Welt untergeht, wenn der Dom einmal fertig ist. Einen besseren Grund für eine Dauerbaustelle haben wir noch nicht gehört.

Der Köbes und die Stange

In einem Kölner Brauhaus bestellt man sein Kölsch eigentlich gar nicht. Der Köbes, so heißt dort der Kellner mit der blauen Schürze, stellt einem einfach eine neue Stange hin, sobald die alte leer ist, und macht einen Strich auf den Bierdeckel. Erst wenn man den Deckel aufs Glas legt, ist Schluss. Wer das nicht weiß, wundert sich am Ende über die vielen Striche. Der Köbes ist für seine ruppige Art bekannt. Davon lebt der Witz mit dem Gast, der ein Wasser bestellt und gefragt wird, ob er krank ist oder sich waschen will. Das klingt frech, ist aber herzlich gemeint. Ein Tipp für Besucher: Im Brauhaus nie nach Pils oder Alt fragen, es sei denn, du willst einen Kölner Witz aus erster Hand erleben.

Auch die Speisekarte im Brauhaus liest man besser mit etwas Vorsicht. Ein Halve Hahn klingt nach einem halben Hähnchen, auf dem Teller liegt dann aber ein Roggenbrötchen mit einem dicken Stück Käse, Senf und Zwiebeln. Kölsche Kaviar ist Blutwurst mit Zwiebeln, und Himmel un Ääd heißt Himmel und Erde, also Apfelmus und Kartoffelpüree, meistens mit gebratener Blutwurst. Wer sich darüber zum ersten Mal wundert, liefert dem Köbes gleich den nächsten Witz.

Köln und Düsseldorf: eine Rivalität mit Augenzwinkern

Zwischen Köln und Düsseldorf liegen nur ein paar Dutzend Kilometer Rhein, gefühlt aber ganze Welten. In Köln trinkt man Kölsch, in Düsseldorf Altbier. In Köln ruft man „Alaaf“, in Düsseldorf „Helau“. Woher die Rivalität kommt, dazu gibt es mehrere Geschichten, und eigentlich ist das auch egal. Gepflegt wird sie vor allem an der Theke, und zwar von beiden Seiten mit großer Freude. Damit es fair bleibt, steht auf dieser Seite auch ein Witz aus Düsseldorfer Sicht, der mit dem Schild an der Autobahn. Wir finden ihn ziemlich gut, auch wenn wir ihn in Köln lieber leise erzählen.

Karneval und Klüngel

Die fünfte Jahreszeit beginnt am 11.11. um 11:11 Uhr und endet am Aschermittwoch. Dazwischen schunkeln Wildfremde Arm in Arm, verteilen Bützje und singen Lieder, deren Text jeder kennt, auch wenn er das restliche Jahr kein Wort Kölsch spricht. Mehr Witze über Kostüme, Prunksitzungen und Kamelle findest du bei den Karnevalswitzen. Typisch kölsch ist auch der Klüngel. Gemeint ist das Prinzip „Man kennt sich, man hilft sich“, also das Netz aus Nachbarn, Vereinsfreunden und Leuten, die man aus der Kneipe kennt. Ob das noch Nachbarschaftshilfe ist oder schon ein bisschen mehr, darüber lachen die Kölner am liebsten selbst.

Mehr Witze aus Deutschlands Regionen

Köln ist nicht die einzige Gegend mit eigenem Humor. Über Weißwurst, Lederhosen und bayerische Gemütlichkeit wird bei den Bayernwitzen gelacht. Die Hauptstadt hat ihre ganz eigene Schnauze, nachzulesen bei den Berlinerwitzen. Wer sparsame Tüftler mag, ist bei den Schwabenwitzen richtig, und ganz im Norden warten die wortkargen Ostfriesenwitze.

Unser Tipp zum Schluss: Kölner Witze klingen am besten mit ein bisschen Dialekt. Wer kein Kölsch kann, sollte es aber nicht krampfhaft versuchen, dann lieber auf Hochdeutsch mit rheinischer Gelassenheit. Ein schlecht nachgemachter Akzent fällt im Rheinland schneller auf als ein Düsseldorfer im Brauhaus.