Was hat China und ein guter Witz gemeinsam?
Beides hat einen langen Aufbau und am Ende staunt man.
Chinesenwitze spielen mit dem Bild, das viele Deutsche von China haben: ein riesiges Land, ein enormes Tempo beim Bauen, eine Schrift mit unzähligen Zeichen und eine Technik, über die wir oft nur staunen. Hier findest du Witze, die mit diesen Klischees spielen, ohne Menschen kleinzumachen. Oft landet die Pointe sowieso bei uns Deutschen, bei unseren Baustellen und unserer Liebe zum Bargeld.
Was hat China und ein guter Witz gemeinsam?
Beides hat einen langen Aufbau und am Ende staunt man.
Ein Chinese besucht Deutschland.
Er fragt: "Warum gibt es hier überall Baustellen?" "Weil wir bauen." "Bei uns ist das schon fertig." "Was?" "Alles."
Ein Chinese, ein Deutscher und ein Amerikaner streiten wer effizienter ist.
Der Chinese hat die Fabrik schon gebaut während die anderen noch reden.
Was sagt ein Chinese wenn er einen Witz nicht versteht?
"Das erklär mir bitte." Dann versteht er ihn immer noch nicht aber lacht höflich.
Ein Chinese kauft ein deutsches Auto.
Der Verkäufer: "Möchten Sie eine Einführung?" "Nein danke, wir bauen es selbst nach."
Warum haben Chinesen so gutes Gedächtnis?
Weil sie so viele Zeichen lernen mussten.
Warum lernen so viele Deutsche Chinesisch?
Weil sie ahnen wer in zwanzig Jahren die Chefs sind.
Warum essen Chinesen mit Stäbchen?
Weil die Gabel noch nicht erfunden war als sie Hunger hatten.
Warum gibt es in China so viele Rekorde?
Weil 1,4 Milliarden Menschen statistisch für alles gut sind.
Warum hat China so viele Erfindungen gemacht?
Weil sie früh anfingen. Sehr früh.
Ein Deutscher lässt sich chinesische Schriftzeichen auf den Oberarm tätowieren. Der Tätowierer verspricht: „Das heißt Stärke und Weisheit.“
Im Urlaub in Shanghai zeigt er es stolz einer Kellnerin. Sie liest es und sagt: „Bei 40 Grad waschen, nicht in den Trockner.“
Der Lehrer fragt den neuen Austauschschüler aus China: „Wie viele Einwohner hat deine Heimatstadt?“ „Acht Millionen.“ „Oh, eine Großstadt!“
„Nein, eher ländlich.“
Ein Zugbegleiter aus Shanghai macht ein Praktikum bei der Bahn in Deutschland. Nach einer Woche fragt ihn sein Chef, was er schon gelernt hat.
„Dreißig verschiedene Wörter für Verspätung.“
Ein chinesischer Geschäftsmann will im Dorfgasthof mit dem Handy bezahlen. Die Wirtin schüttelt den Kopf: „Nur bar.“
Er fragt, ob er die Kasse fotografieren darf. Seine Enkel glauben ihm sonst nicht, dass es so was noch gibt.
Ein chinesischer Ingenieur fängt bei einer deutschen Firma an. Am ersten Freitag sitzt er um 14 Uhr plötzlich allein im Großraumbüro.
Er ruft besorgt den Chef an: „Ist etwas passiert?“ Der Chef: „Ja. Wochenende.“
Die meisten Chinesenwitze auf dieser Seite drehen sich um Größe und Geschwindigkeit. Wenn ein Austauschschüler seine Heimatstadt mit acht Millionen Einwohnern als eher ländlich beschreibt, lacht man über den Maßstab und nicht über den Schüler. Hier gilt ein Ort mit Bahnhof und zwei Supermärkten schon als Stadt, und dieser Unterschied reicht für eine Pointe.
Beim Baustellen-Witz ist es ähnlich. Der Besucher aus China fragt, warum hier überall gebaut wird, und sein trockenes „Bei uns ist das schon fertig“ trifft vor allem uns. Jeder kennt eine Brücke oder einen Bahnhof, an dem seit Jahren gewerkelt wird. Der Zugbegleiter aus Shanghai, der bei der Bahn dreißig Wörter für Verspätung lernt, funktioniert nach demselben Muster. China liefert den Vergleich, getroffen wird die deutsche Gründlichkeit.
Ein weiteres Thema ist die Schrift. Wer schon mal versucht hat, sich drei chinesische Zeichen zu merken, versteht den Witz über das gute Gedächtnis sofort. Noch besser ist der Deutsche mit dem Tattoo, das angeblich Stärke und Weisheit bedeutet und sich im Urlaub als Waschanleitung entpuppt. Der Witz geht komplett auf seine Kosten, so mögen wir das. Auch beim Geschäftsmann, der im Dorfgasthof mit dem Handy zahlen will und von der Wirtin hört, dass es nur bar geht, ist schnell klar, wer hier von gestern ist.
Länderwitze leben von Klischees, und Klischees sind nie ganz gerecht. Das ist in Ordnung, solange die Leute, um die es geht, selbst darüber schmunzeln könnten. Über Fleiß, Tempo, eine sehr gründliche Bürokratie oder die Größe des Landes kann man gemeinsam lachen. Witze über Aussehen oder Aussprache gehören nicht dazu, genauso wenig wie die alten Sprüche darüber, was angeblich auf dem Teller landet. Solche Witze tun weh, und lustig waren sie auch nie.
Ein einfacher Test hilft: Würdest du den Witz auch deiner Kollegin mit chinesischen Eltern erzählen, und würde sie mitlachen? Viele Menschen mit chinesischen Wurzeln hören dieselben platten Sprüche ihr Leben lang. Ein Witz, bei dem am Ende der Deutsche mit seinem Tattoo oder seiner Bargeldkasse dumm dasteht, ist für sie eine angenehme Abwechslung.
Die kurzen Frage-Antwort-Witze passen in jede Kaffeepause. Der über die vielen Erfindungen („Weil sie früh anfingen. Sehr früh.“) lebt von der kleinen Pause vor dem „Sehr früh“, die solltest du dir gönnen. Kinder verstehen die meisten davon problemlos, beim Rekord-Witz müssen sie nur wissen, wie viele Menschen in China leben. Die längeren Geschichten, etwa die vom Ingenieur, der am Freitag um 14 Uhr allein im Großraumbüro sitzt, wirken unter Erwachsenen besser, weil man den deutschen Arbeitsalltag kennen muss.
Wer Lust auf mehr Länderhumor hat, schaut bei den Holländer-Witzen oder den Griechen-Witzen vorbei. Für die nächste Reise gibt es Urlaubswitze, und wer sich über die Bahn genauso wundert wie der Praktikant aus Shanghai, findet bei den Bahnwitzen Nachschub. Und wer über deutsche Formulare lachen will, ist bei den Beamtenwitzen richtig.