Was wird größer je mehr du davon wegnimmst?
Ein Loch.
Was wird größer je mehr du davon wegnimmst?
Ein Loch.
Was hat Zähne aber kann nicht beißen?
Ein Kamm.
Was ist schwarz, weiß und rot?
Eine verlegene Zeitung.
Was hat einen Hals aber keinen Kopf?
Eine Flasche.
Ich habe Städte aber keine Häuser. Ich habe Berge aber keine Bäume. Ich habe Wasser aber keinen Fisch. Was bin ich?
Eine Landkarte.
Was hat Ohren aber kann nicht hören?
Ein Maiskolben.
Was läuft aber hat keine Beine?
Die Zeit.
Je mehr man davon hat, desto weniger sieht man. Was ist das?
Die Dunkelheit.
Was kann man brechen ohne es zu berühren?
Ein Versprechen.
Was kann man sehen aber nicht anfassen, hören aber nicht sehen?
Die Stille.
Was kann durch Wände gehen ohne ein Loch zu hinterlassen?
Der Schall.
Was ist größer als die Erde, leichter als eine Feder und kann trotzdem gehalten werden?
Der Atem.
Was hat viele Zähne aber beißt nie?
Eine Säge.
Was fällt immer aber verletzt sich nie?
Der Regen.
Was geht immer und steht doch nie?
Ein Fluss.
Was bekommt man umso mehr je älter es wird?
Ein Käse.
Was hat ein Gesicht aber keine Augen, Hände aber keine Finger?
Eine Uhr.
Scherzfragen präsentieren sich als Rätsel, laden zum Nachdenken ein – und liefern dann eine Antwort die entweder buchstäblich korrekt aber total unintuitiv ist, oder die mit einer Doppeldeutigkeit spielt die man nicht kommen sah. Anders als beim klassischen Witz ist der Zuhörer hier aktiv eingebunden: Er denkt mit, vermutet, überlegt. Und wird dann trotzdem überrascht.
Scherzfragen sind damit eine der interaktivsten Formen von Humor. Sie entstehen im Dialog, brauchen ein Publikum das mitspielt, und funktionieren besonders gut wenn der Fragesteller eine kurze Pause lässt bevor die Antwort kommt – Zeit genug damit der andere sich eine Antwort überlegt und umso mehr von der echten Pointe überrascht wird.
Viele Scherzfragen sind gleichzeitig Wortwitze – die Überraschung kommt aus einer sprachlichen Doppeldeutigkeit. Aber Scherzfragen brauchen das nicht zwingend. Manche funktionieren rein logisch: Die Antwort ist vollkommen korrekt, man hätte nur nicht in diese Richtung gedacht. Von Flachwitze unterscheiden sich Scherzfragen durch die explizite Einladung zum Mitdenken.
Scherzfragen sind generationenübergreifend beliebt. Für Kinder sind sie oft der erste Kontakt mit Humor der über reine Situationskomik hinausgeht – sie merken dass Worte mehrere Bedeutungen haben können, dass Logik manchmal gegen uns arbeitet. Für Erwachsene sind Scherzfragen ein schönes Mittel um Gespräche aufzulockern. Schau auch bei den Kinderwitzen vorbei – da gibt es ebenfalls viele Scherzfragen in einfacherer Form.
Der wichtigste Tipp: Pause machen. Frage stellen, kurz warten, die andere Person antworten lassen oder zumindest kurz grübeln sehen. Dann erst die Antwort. Wer die Antwort sofort hinten dranhängt, verschenkt den besten Teil der Scherzfrage. Und: Nicht zu viele auf einmal. Eine gut gesetzte Scherzfrage wirkt besser als fünf schnell hintereinander.