Ein Österreicher bekommt eine Gehaltserhöhung.
"Na eh." Das bedeutet: er freut sich. Ein bisschen.
Ein Österreicher bekommt eine Gehaltserhöhung.
"Na eh." Das bedeutet: er freut sich. Ein bisschen.
Warum ist Wien die schönste Stadt der Welt?
Das sagen die Wiener. Und sie sagen es öfter als alle anderen.
Was macht den Österreicher glücklich?
Wenn der Zug pünktlich ist. Und wenn der Kaffee stimmt. Mehr braucht es eigentlich nicht.
Ein Österreicher in Deutschland. Der Deutsche fragt: „Wie lange bleiben Sie?"
"Bis es mir nicht mehr gefällt." "Und wann ist das?" "Fragen Sie morgen nochmal."
Ein Österreicher und ein Schweizer treffen sich.
Keiner sagt etwas. Beide sind zufrieden.
Warum trinken Österreicher so viel Kaffee?
Weil Kaffee eine Ausrede ist nicht zu arbeiten aber trotzdem irgendwo zu sein.
Ein Wiener betritt ein Kaffeehaus. Er setzt sich hin und wartet.
Eine Stunde später: "Zahlen bitte." "Sie haben noch nichts bestellt." "Ich weiß. Ober, ich warte."
Was sagt der Wiener zum Touristen?
"Grüß Gott." Und dann schaut er ihn an als wäre er selbst schuld dass er Tourist ist.
Was macht der Österreicher wenn er sich beeilt?
Er beeilt sich etwas weniger als sonst.
Warum sind Österreicher so höflich?
Weil sie wissen dass man nie weiß wer der andere ist. Könnte ein Graf sein.
Was ist der Unterschied zwischen Österreich und Deutschland?
In Deutschland wird gearbeitet. In Österreich wird auch gearbeitet, aber gemütlicher.
Warum zieht der Österreicher nicht nach Deutschland?
"Wozu? Wir haben eh alles."
Wie spricht man in Wien einen Herrn an, dessen Namen man nicht kennt?
Mit „Herr Doktor“. Ist er keiner, freut er sich trotzdem.
Was ist der Unterschied zwischen einer Marille und einer Aprikose?
Die Grenze. Und der Geschmack, sagt jeder Österreicher.
Wann lernen Kinder in Tirol laufen?
Nach dem Skifahren. Irgendwie müssen sie ja vom Parkplatz zum Lift kommen.
Was ist das schnellste Wort Österreichs?
„Gemma!“ Danach passiert erst einmal eine halbe Stunde gar nix.
Ein Deutscher bestellt im Wiener Kaffeehaus „einen Kaffee“.
Der Ober zählt auf: „Melange, Verlängerter, kleiner Brauner, großer Brauner, Einspänner oder Mokka?“ „Äh, einfach einen Kaffee.“ „Also an Verlängerten. Hab i ma eh docht.“
Ein Berliner und ein Wiener beschreiben die Lage.
Der Berliner: „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos.“ Der Wiener: „Die Lage is hoffnungslos, aber ned ernst.“
Was trennt Österreicher und Deutsche?
Die gemeinsame Sprache.
Warum ist die österreichische Verwaltung so elegant?
In Österreich ist der Amtsschimmel ein Lipizzaner. Er tanzt wunderschön, nur leider nie dorthin, wo du hinwillst.
Ein Wiener Hofrat geht in Pension.
Ab jetzt ist er Hofrat außer Dienst. Im Kaffeehaus merkt das keiner. Im Amt auch nicht.
Woran erkennt man in Österreich einen Akademiker?
Der Titel steht am Türschild, am Briefkasten und auf der Bankomatkarte. Wenn er Glück hat, auch am Mistkübel, damit die Müllabfuhr weiß, mit wem sie es zu tun hat.
Ein Gast im Kaffeehaus: „Herr Ober, haben Sie die Zeitung von heute?“
„Freilich. Die kriegen S' morgen, wenn der Herr Hofrat fertig is.“
Welche drei Sätze lernt ein Wiener Beamter am ersten Arbeitstag?
„Des hamma immer scho so g'macht.“ „Des hamma no nie so g'macht.“ „Da könnt ja a jeder kommen.“
Was ist das inoffizielle Motto jeder österreichischen Behörde?
„Schau ma mal, dann seh ma scho.“ Es steht auf keinem Formular, aber es gilt für alle.
Ab wann ist ein Deutscher in Österreich ein Piefke?
Sobald er erklärt, wie man das in Deutschland macht. Bis dahin ist er ein Gast, und Gäste mag man.
Ein Tiroler Skilehrer sagt am ersten Tag zu seinem deutschen Schüler: „Sie ham Talent!“
Der Schüler bucht sofort zehn Stunden nach. Der Skilehrer sagt das jedem, er wird nämlich nach Stunden bezahlt.
Ein Österreicher erklärt einem Deutschen, warum man in Österreich Ski fährt und nicht Ski läuft.
„Laufen tun nur die Piefke. Wenn s' den Hang wieder raufmüssen, weil der Ski allein weiterg'fahren is.“
Ein Deutscher fragt im Sessellift den Tiroler neben sich, ob die schwarze Piste schwer ist.
„Schwer? Na. Hinunter kommen S' auf jeden Fall.“
Woran erkennt man am Skilift die Deutschen?
Sie stehen um halb neun in einer ordentlichen Schlange. Die Einheimischen kommen um zehn und sitzen trotzdem vor ihnen im Sessel, weil sie den Liftwart kennen.
Ein Deutscher zählt in Wien die vier Weltmeistertitel seiner Nationalmannschaft auf.
Der Wiener sagt nur: „Córdoba.“ Damit ist für ihn seit 1978 alles gesagt.
Ein Deutscher bestellt in Wien ein Wiener Schnitzel vom Schwein.
Der Ober: „Des is dann a Schnitzel Wiener Art. Und Sie san a Gast deutscher Art.“
Ein Wiener bestellt am Würstelstand „a Eitrige mit an Buckl und a Sechzehnerblech“.
Der Deutsche hinter ihm überlegt, ob er den Notarzt rufen soll. Dabei war es nur eine Käsekrainer mit Brotende und eine Dose Bier.
Was ist für einen Wiener das höchste Lob für eine Feier?
„Des war a schöne Leich.“ Auch wenn es eine Hochzeit war.
Was ist Wiener Schmäh?
Wenn dich einer so charmant beleidigt, dass du dich am Ende bei ihm bedankst. Und er sagt: „Gern g'schehn.“
Was sagt ein Wiener Grantler, wenn im März die ersten warmen Sonnenstrahlen kommen?
„Jetzt wird's eh bald wieder z'haaß.“
Ein Tourist fragt im Wiener Kaffeehaus nach dem WLAN-Passwort.
Der Ober: „Bei uns redt ma mit'm Nachbartisch. Oder ma schweigt ihn an, wie si's g'hört.“
Warum heißt der Januar in Österreich Jänner?
Damit der Piefke schon im ersten Monat merkt, dass er im Ausland ist.
Ein Wiener verabredet sich mit einem Deutschen auf „dreiviertel acht“.
Der Deutsche steht pünktlich um Viertel vor neun da, also eine Stunde zu spät. Er wartet trotzdem noch zehn Minuten auf den Wiener.
Ein Gast im Kaffeehaus: „Herr Ober, mein Kaffee ist kalt!“
„Na, dann ham S' halt z'lang g'redt.“
Was kostet in Wien eine Fiakerfahrt?
Für einen Wiener nichts, weil kein Wiener je eine macht. Für Touristen ungefähr so viel wie der Flug hierher.
Wer ist die fleißigste Frau Wiens?
Sisi. Sie arbeitet seit über hundert Jahren auf Tassen, Torten, Regenschirmen und Kühlschrankmagneten. Dabei wollte sie ab Anfang dreißig auf kein einziges Foto mehr.
Mozart hatte zu Lebzeiten ständig Geldsorgen.
Heute ernährt er eine ganze Stadt. Als Kugel, als Likör, als Kaffeetasse und als Socken.
Ein Tourist fragt in Wien einen Passanten: „Wie komme ich in die Staatsoper?“
„Üben, üben, üben.“
Ein Deutscher lobt in Wien das Essen, das Wetter und die Leute.
Der Wiener schaut ihn misstrauisch an: „Was woll'n S' mir verkaufen?“
Österreich hat eine besondere Beziehung zur Zeit. Dinge dauern so lang wie sie dauern. Man beeilt sich nicht unnötig. Ins Kaffeehaus geht man zum Sitzen, Lesen, Nachdenken und Welt beobachten, der Kaffee ist dabei fast Nebensache. Diese Haltung zur Zeit und zum Leben ist der Motor der besten Österreicherwitze.
Der Österreicher im Witz ist meist gelassen bis an die Grenze der Bewegungslosigkeit. Er sagt „jo eh“, wo andere Ja schreien würden. Er ist freundlich aber nicht aufdringlich. Er hat eine Meinung, teilt sie aber nur in kleinen Dosen. Das alles macht ihn zu einer herrlichen Figur für Humor.
Der Wiener Schmäh ist eine Sache für sich. Es ist Humor der klingt als wäre er keiner, Kritik die klingt als wäre sie ein Kompliment, und Freundlichkeit die eine Aussage enthält. Wer den Wiener Schmäh nicht kennt versteht Wien nicht. Und wer ihn kennt versteht warum Wien so viele gute Witze produziert hat.
Österreicherwitze ergänzen sich gut mit Bayernwitzen weil beide aus einer ähnlichen Tradition kommen. Aber der Bayer ist lauter, der Österreicher gemütlicher. Und Schweizer Witze zeigen den dritten Weg im deutschsprachigen Raum.
Das Verhältnis zwischen Österreichern und Deutschen ist freundschaftlich-irritiert. Die Sprache ist ähnlich aber nicht gleich. Die Kultur ist verwandt aber eigenständig. Und der Österreicher würde nie Deutscher sein wollen. Das sagt er nicht laut aber er denkt es. Diese stille Abgrenzung bei gleichzeitiger Nähe ist ein unerschöpfliches Thema für Witze auf beiden Seiten.