Taxifahrer: „Ich habe früher Philosophie studiert."
"Und jetzt?" – "Ich fahre Taxi." – "Schade." – "Nein. Ich frage mehr interessante Fragen."
Taxifahrerwitze spielen fast immer auf engem Raum: vorne ein Fahrer, der angeblich jede Abkürzung kennt, hinten ein Fahrgast, der es eilig hat, und dazwischen das Taxameter, das stur weiterzählt. Hier findest du kurze Dialoge, schnelle Fragen und kleine Geschichten rund ums Taxi, vom Stau bis zum Streit mit dem Navi. Fast alle kannst du in gemischter Runde erzählen, einer ist eher was für Erwachsene mit Sinn für schwarzen Humor.
Taxifahrer: „Ich habe früher Philosophie studiert."
"Und jetzt?" – "Ich fahre Taxi." – "Schade." – "Nein. Ich frage mehr interessante Fragen."
Fahrgast: „Können Sie etwas schneller fahren?"
"Ich fahre schon 70." – "Das Taxi stand noch."
Taxifahrer: „Heute ist viel los."
"Immer?" – "Immer wenn ich fahre."
Warum kennt der Taxifahrer jeden?
Weil er jeden schon gefahren hat. Oder über sie gesprochen hat.
Warum hat das Taxi einen Spiegel?
Damit der Fahrer sehen kann wer nicht zuhört.
Was macht ein Taxifahrer wenn er Urlaub hat?
Er fährt Freunde umsonst herum. Alte Gewohnheit.
Taxifahrer: „Ich kenne alle Abkürzungen."
"Dann nehmen Sie die." – Zwanzig Minuten später. – "Die kannte ich noch nicht."
Taxifahrer: „Das wird teuer, da ist Stau."
"Können Sie drumherum?" – "Kann ich. Wird teurer."
Taxifahrer: „Wohin?"
"Zum Bahnhof." – "Welchen?" – "Den nächsten." – "Der nächste ist rechts um die Ecke." – "Dann rechts um die Ecke."
Warum reden Taxifahrer so viel?
Weil sie bezahlt werden um zu fahren, nicht um zu schweigen.
Ein Fahrgast tippt dem Taxifahrer von hinten auf die Schulter. Der Fahrer schreit auf, verreißt das Lenkrad und bremst erst kurz vor einer Laterne. „Entschuldigung“, sagt der Fahrgast, „ich wollte Sie nicht erschrecken.“
„Schon gut. Heute ist mein erster Tag im Taxi. Die letzten 25 Jahre bin ich Leichenwagen gefahren.“
Der Taxifahrer brettert über eine rote Ampel. Der Fahrgast krallt sich fest. „Keine Panik“, sagt der Fahrer, „mein Bruder macht das auch immer.“ An der nächsten Kreuzung ist die Ampel grün, und er macht eine Vollbremsung. „Warum halten Sie denn jetzt?“
„Da könnte mein Bruder kommen.“
Wenn sich das Navi verfährt, sagt es freundlich: „Route wird neu berechnet.“
Wenn sich der Taxifahrer verfährt, sagt er gar nichts. Neu berechnet wird trotzdem.
Im Bus hängt ein Schild: „Bitte während der Fahrt nicht mit dem Fahrer sprechen.“
Im Taxi bräuchte man eins für die andere Richtung.
Ein Taxi ist ein seltsamer Ort. Zwei Fremde sitzen zwanzig Minuten lang in einem kleinen Auto, der eine will reden, der andere eher nicht, und die Uhr läuft. Aus dieser Lage entstehen die meisten Taxifahrerwitze. Nimm den Witz mit den Abkürzungen weiter oben: Der Fahrer kennt angeblich alle, zwanzig Minuten später stellt er fest, dass er diese eine noch nicht kannte. Wer schon mal hinten saß und dem Taxameter beim Klettern zugesehen hat, lacht da sofort mit.
Der Taxifahrer im Witz hat ein paar feste Rollen. Mal ist er die Plaudertasche mit einer Meinung zu allem, mal der stille Profi, mal der studierte Philosoph, der irgendwie hinterm Steuer gelandet ist. Dazu kommt der Fahrgast, der es immer eilig hat und den Umweg trotzdem nicht bemerkt. Mit diesen Figuren lässt sich fast jede Situation durchspielen, vom Bahnhof gleich um die Ecke bis zur Kreuzung, an der der Fahrer ausgerechnet bei Grün voll in die Eisen geht.
Früher kannte der Taxifahrer jede Gasse auswendig, heute redet ihm ein Gerät auf dem Armaturenbrett dazwischen. Daraus ist eine eigene Sorte Witz geworden. Beim Witz mit der neu berechneten Route lachen die Leute, weil jeder ahnt, wer am Ende die Umleitung bezahlt. Ähnlich geht es bei den Handwerkerwitzen zu, wo auf der Rechnung auch gern eine Überraschung steht.
Die kurzen Dialoge hier sind schnell erzählt und passen fast überall hin: zum Grillabend, in die Mittagspause oder auf die Heimfahrt von der Weihnachtsfeier, wenn ohnehin alle im Großraumtaxi sitzen. Kinder lachen über den Fahrgast, der schneller fahren will, obwohl das Taxi noch steht, und über den Bahnhof, der am Ende gleich rechts um die Ecke liegt. Der Witz mit dem Leichenwagen ist dagegen eher was für Erwachsene. Wer diese Richtung mag, findet bei Schwarzer Humor mehr davon.
Beim Erzählen von Dialogwitzen hängt alles an der kleinen Pause vor der letzten Zeile. Sprich den Satz des Fahrers ruhig und fast gelangweilt, so wie jemand nach zehn Stunden Schicht. Wer selbst im Taxi Witze erzählt, sollte damit übrigens bis nach dem Bezahlen warten. Sonst nimmt der Fahrer vielleicht aus Rache jede rote Ampel mit.
Viele machen außerdem den Fehler, die Pointe schon vorher anzukündigen. Wer mit „Kennt ihr den mit dem Taxifahrer, der früher Leichenwagen gefahren ist?“ einsteigt, hat den Witz bereits verschenkt. Fang lieber mit der Szene an, mit dem Fahrgast, der dem Fahrer von hinten auf die Schulter tippt. Den Rest erledigt die Geschichte von allein.
Wer gern über Verkehr und Fahrgäste lacht, findet bei den Bahnwitzen Durchsagen, Verspätungen und Anschlusszüge, die nie warten. Für die ganz schnelle Pointe zwischendurch eignen sich unsere Flachwitze, und wer mit dem Taxi zum Urlaub fährt, liest danach am besten die Urlaubswitze. Unser Lieblingswitz auf dieser Seite bleibt aber der Fahrer, der im Urlaub seine Freunde umsonst herumfährt, weil er einfach nicht anders kann.