Sachsenwitze Sächsische Witze, kurz und auf Sächsisch

Warum sprechen Sachsen so?

Ein Sachse in Hamburg. Der Hamburger versteht kein Wort.

Was macht den Sachsen aus?

Warum wandern so viele Sachsen aus?

Ein Sachse bestellt im Restaurant.

Sachse zum Arzt: „Mir dut alles weh."

Wie erkennt man einen Sachsen in einer fremden Stadt?

Was ist das Schwierigste für einen Sachsen?

Sachse zum Berliner: „Ihr redet aber komisch."

Warum sind Dresdner so stolz auf ihre Stadt?

Wie heißt der beliebteste Sachse?

Ein Gast im Leipziger Café beschwert sich: „Der Kaffee ist aber sehr dünn.“

Wie viele Bedeutungen hat das sächsische „Nu“?

Diktat in einer Chemnitzer Grundschule. Die Lehrerin sagt: „Paket schreibt man vorne mit P.“

Ein Dresdner prahlt: „Mir ham de Elbe!“

Ein Sachse an der Würstchenbude in Köln: „Gänsefleisch mal Senf druffmachen?“

Ein Sachse im Reisebüro: „Ich hätte gern zwee Wochen Bortugal.“ Die Angestellte fragt nach: „Portugal mit P?“

Zwei Leipziger treffen sich auf der Straße. „Nu?“ „Nu.“ „Nu, nu.“ „Nu dann.“ Zu Hause fragt die Frau: „Und, was gibt’s Neues?“

Was ist der Unterschied zwischen Dresdnern und Leipzigern?

Ein Tourist hört am Leipziger Hauptbahnhof die Durchsage: „Dor Zuch nach Dräsdn fährt heude von Gleis zwee.“ Er geht zur Information.

Ein Leipziger bewirbt sich beim Radio als Sprecher.

Warum guckt der Nussknacker aus dem Erzgebirge immer so grimmig?

Ein Sachse bestellt in Rom „eenen Gaffee“ und bekommt einen Espresso. Er guckt lange in das winzige Tässchen.

Was lernen Kinder in Sachsen im Deutschunterricht über ein, eine, einen und einem?

Eine Touristin aus München fragt in einer Dresdner Bäckerei: „Was ist eigentlich eine Eierschecke?“

Ein Dresdner verpasst die Straßenbahn um drei Sekunden. Er ballt die Faust, holt tief Luft und flucht, so laut er kann:

Der kleine Paul aus Chemnitz guckt Nachrichten und fragt: „Mudder, warum reden die im Fernsehen alle so gomisch?“

Ein Tourist wundert sich, dass ihm im Erzgebirge jeder „Glück auf!“ wünscht.

Ein Sachse buchstabiert der Hotline in Frankfurt seinen Wohnort: „Gemnitz. G wie Gaffee, E wie Erzgebirge, M wie Mudder …“

Leipziger nennen ihre Stadt gern Klein-Paris. Dresdner sagen zu ihrer lieber Elbflorenz.

Ein Zwickauer stellt sein Navi auf Sächsisch um.

Was ist für einen Sachsen richtiger Stress?

Ein Leipziger schenkt seinem Dresdner Kollegen zu Weihnachten einen Stollen von seinem Lieblingsbäcker in Leipzig. Der Dresdner bedankt sich und liest das Etikett.

Ein Tourist fragt im Erzgebirge: „Was machen Sie eigentlich im Sommer?“

Ein Berliner fragt in Dresden nach dem Weg zur Frauenkirche. Der Dresdner erklärt ihm den Weg, dann die Geschichte der Kirche, dann, wo es den besten Kuchen gibt, und lädt ihn gleich auf einen Kaffee ein.

Warum klingt Gemütlichkeit auf Sächsisch noch gemütlicher?

Ein Sachse bestellt im Strandcafé auf Usedom. Der Kellner antwortet in bestem Sächsisch. „Nu, Se sin ooch aus Sachsen?“

Wie lange bleiben im Erzgebirge die Schwibbögen im Fenster?

Ein Kölner ist bei einem Dresdner zum Kaffee eingeladen. „Und, wie lebt es sich so in Sachsen-Anhalt?“, fragt er freundlich.

Was weiß in Sachsen jedes Kind?

Ein Leipziger kauft sich einen Sprachassistenten. Die ersten zwei Wochen versteht das Ding kein einziges Wort.

Ein Erzgebirger zieht nach Hamburg. Am ersten Advent stellt er Schwibbogen, Pyramide, Nussknacker, Bergmann, Engel und sieben Räuchermännchen ins Fenster.

Ein Leipziger besucht zum ersten Mal Dresden und sagt anerkennend: „Nu, hübsch habt ihr’s hier. Wie im Museum.“

Was ist der Unterschied zwischen der Schweiz und der Sächsischen Schweiz?

Ein Hannoveraner wohnt seit drei Wochen in Dresden und probiert auf dem Wochenmarkt zum ersten Mal Sächsisch.

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Sachsenwitze: der Dialekt als Hauptdarsteller

Sachsenwitze funktionieren oft ohne viel Aufbau. Der sächsische Dialekt macht schon die halbe Arbeit. Das weiche Sächsisch, die Art, wie Vokale gezogen werden, das „Ei“, das alles bedeuten kann, die Fragestruktur, die auch in Aussagen steckt: Das klingt für den Rest Deutschlands komisch. Und Sachsen wissen das. Manche nehmen es gelassen, manche nicht. Beides liefert Witze.

Dabei sind Sachsenwitze selten bösartig. Sie lachen über die Sprache mehr als über die Menschen. Und die Sprache bietet wirklich viel Material. Ein Satz auf Sächsisch klingt oft gemütlicher, als er gemeint ist. Wer das nicht weiß, hält eine Beschwerde schnell mal für ein Kompliment.

Dresden und Leipzig als Doppelzentrum

Ein kleines Thema innerhalb der Sachsenwitze ist der ewige Vergleich zwischen Dresden und Leipzig. Dresdner finden ihre Stadt schöner. Leipziger finden ihre Stadt cooler. Beide haben irgendwie recht. Und beide würden das dem anderen nie zugeben. Diese Rivalität ist völlig harmlos, wird aber auf beiden Seiten mit großer Hingabe gepflegt.

Sachsenwitze ergänzen sich gut mit DDR-Witzen weil Sachsen ein zentrales Bundesland der ehemaligen DDR war. Und Berliner Witze bieten den Gegenpol aus der Hauptstadt.

Sachsen selbst über Sachsen

Zum Glück können Sachsen selbst gut über Sachsenwitze lachen. Wer seinen eigenen Dialekt kennt und liebt, der lacht über Witze darüber anders als jemand der ihn nie gehört hat. Die besten Sachsenwitze kommen deshalb oft von Sachsen selbst. „Ei, das stimmt ja!“ ist dann das größte Lob.