Schwabenwitze Schwäbische Witze über Kehrwoche und Sparsamkeit

Schwabenwitze handeln von Menschen, die sparsam sind, gründlich putzen und nebenbei das halbe Land erfunden haben. Hier findest du schwäbische Witze über Kehrwoche, Spätzle, Maultaschen, Bausparvertrag und das ewige Häusle, dazu typisch schwäbische Sätze mit Übersetzung. Alles liebevoll gemeint, denn über niemanden lacht ein Schwabe lieber als über sich selbst, solange es nichts kostet.

Warum haben Schwaben so große Nasenlöcher?

Ein Schwabe kommt in den Himmel. Petrus begrüßt ihn: „Willkommen, hier hast du ewige Ruhe.“

Ein Schwabe gewinnt im Lotto. Fragt der Nachbar: „Und, was machsch jetzt?“

Was ist in einer Maultasche drin?

Warum haben ausgerechnet die Schwaben das Auto erfunden?

Ein Schwabe bohrt im Keller ein Loch in die Wand. Seine Frau fragt: „Was wird des?“

Was bekommt ein schwäbisches Kind zur Taufe?

Auf einer schwäbischen Hochzeit wirft die ganze Gesellschaft Reis auf das Brautpaar.

Was bedeutet „Ha noi“ auf Schwäbisch?

Ein Norddeutscher fragt: „Warum sprecht ihr Schwaben eigentlich kein Hochdeutsch?“

Ein Azubi fragt nach einem Jahr seinen schwäbischen Chef: „Bin ich eigentlich gut?“

Ein Schwabe am Kiosk: „Was kostet die Zeitung?“ „Zwei Euro.“ „Und die von gestern?“

Ein Schwabe holt sein neues Auto ab. Eine Woche später fragt der Händler: „Und, zufrieden?“

Warum hat der Schwabe immer noch sein altes Handy?

Was macht die schwäbische Oma, wenn der Enkel Spätzle aus der Tüte kocht?

Ein Schwabe zieht nach Berlin.

Was macht ein Schwabe, wenn im Treppenhaus ein Blatt liegt?

Ein Schwabe bringt seine Uhr zum Uhrmacher: „Die geht jeden Tag fünf Minuten nach.“ „Die müsste mal gereinigt werden. Macht vierzig Euro.“

Ein Norddeutscher kauft sich eine Spätzlepresse.

Wann ist ein Schwabe richtig romantisch?

Ein schwäbisches Ehepaar baut seit dreißig Jahren am Häusle. Sie seufzt: „Wann sind wir endlich fertig?“

Woran merkt man, dass ein Schwabe verliebt ist?

In der Erdkundeprüfung fragt der Lehrer: „Wie heißt die Hauptstadt von Vietnam?“ Der schwäbische Schüler hat keine Ahnung und stöhnt: „Ha noi …“

Eine Hamburgerin zieht in ein Stuttgarter Mietshaus. Am ersten Samstag klingelt der Nachbar.

Warum trennt der Schwabe seinen Müll so gründlich?

Ein Schwabe findet auf der Straße zwei Euro und bringt sie zum Fundbüro.

Ein Schwabe fegt am Samstagmorgen den Gehweg vor seinem Haus. Fragt ein Spaziergänger: „Kommt heute Besuch?“

Was ist für einen Schwaben ein Salat?

Warum bauen Schwaben ihr Häusle am liebsten selber?

Was sagt ein Schwabe, wenn er ein Geschenk bekommt?

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Was Schwabenwitze so liebenswert macht

Schwabenwitze drehen sich fast immer um dieselben drei Dinge: sparen, putzen und schaffen. Das klingt erst mal nach Spott, ist aber eher eine Liebeserklärung. Denn der Schwabe ist nicht geizig, er ist sparsam. Geizig ist, wer nichts hergibt. Sparsam ist, wer nichts verschwendet. Den Unterschied erklärt dir jeder Schwabe gern, am liebsten bei einem Viertele Trollinger, das er selbst mitgebracht hat.

Die schwäbische Hausfrau gilt im ganzen Land als Vorbild für solides Haushalten, und „Schaffe, schaffe, Häusle baue“ ist mehr als ein Spruch. Es ist ein Lebensplan: arbeiten, sparen, bauen, abbezahlen und danach noch ein bisschen weiterarbeiten, weil man ja nie weiß. Dazu passt der Bausparvertrag, der in manchen Familien früher abgeschlossen wird, als der erste Zahn durchbricht. Witze über Schwaben spielen genau mit diesem Ehrgeiz, ohne ihn schlechtzumachen. Wer generell gern übers Sparen lacht, wird auch bei den Geldwitzen fündig.

Die Kehrwoche: Ordnung mit Tradition

Kein Thema taucht in schwäbischen Witzen so oft auf wie die Kehrwoche. Wer in einem Mietshaus wohnt, ist reihum dran, Treppenhaus, Gehweg und oft auch die Mülltonnen sauber zu halten. Ein Schild an der Wohnungstür zeigt, wer gerade Dienst hat. In Stuttgart reicht diese Tradition bis ins späte Mittelalter zurück, und wer heute nach Württemberg zieht, lernt sie meistens am ersten Samstag kennen. Oft durch einen sehr freundlichen Zettel.

Schwäbischer Dialekt: Beispiele und Redewendungen

Für Norddeutsche klingt Schwäbisch gemütlich und ein bisschen verschluckt. Endungen fallen gern weg, aus „ist“ wird „isch“, aus „nicht“ wird „net“ und aus „ein bisschen“ wird „a bissle“. Fast alles bekommt ein „le“ angehängt, vom Häusle über das Spätzle bis zum Schätzle. Das Land Baden-Württemberg hat aus seiner Sprache sogar einen Werbespruch gemacht: „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ Auf Schwäbisch heißt das natürlich „Mir könnet alles außer Hochdeutsch“, und beides stimmt.

Typisch schwäbische Sätze und was sie bedeuten

„Ha noi!“ ist wohl der vielseitigste Ausruf im Südwesten. Er kann Staunen bedeuten, Ablehnung, Freude oder Entsetzen, je nachdem, wie man ihn betont. „Heilig's Blechle!“ sagt man, wenn man richtig überrascht ist, ungefähr wie „Ach du meine Güte“. Wer „Heb amol“ hört, soll etwas festhalten, und wer „Hock di na“ hört, darf sich setzen. „Gell“ hängt an fast jedem zweiten Satz und bedeutet so viel wie „nicht wahr“.

Eine der bekanntesten schwäbischen Redewendungen lautet „Net gschimpft isch gnug globt“, also: Nicht geschimpft ist genug gelobt. Wer von seinem schwäbischen Chef nichts hört, hat demnach alles richtig gemacht. „Des goht scho no“ bedeutet, dass etwas noch lange nicht ersetzt wird, egal ob Auto, Pullover oder Kaffeemaschine. Und wer an der Haustür „Mir gebet nix“ hört, kann seine Spendendose gleich wieder einpacken.

Dazu kommen Wörter, die außerhalb von Schwaben kaum jemand versteht. Ein „Muggeseggele“ ist eine winzige Menge, wörtlich ein sehr kleines Körperteil der Stubenfliege. „Grombiera“ sind Kartoffeln, „Gsälz“ ist Marmelade, ein „Weckle“ ist ein Brötchen und „bruddla“ heißt so viel wie leise vor sich hin schimpfen. Mit diesen Sätzen und Wörtern kommt man zwischen Ulm und Heilbronn schon ziemlich weit.

Spätzle, Maultaschen und schwäbische Tüftler

Beim Essen versteht der Schwabe wenig Spaß, deshalb machen die anderen die Witze. Spätzle werden traditionell vom Brett ins kochende Wasser geschabt, und über die Frage, ob eine Spätzlepresse erlaubt ist, können ganze Familien streiten. Maultaschen haben sogar einen eigenen Spitznamen: „Herrgottsbscheißerle“. Der Legende nach haben Mönche in der Fastenzeit Fleisch in Nudelteig versteckt, damit der liebe Gott es nicht sieht. Wenn das kein Erfindergeist ist.

Zum Sonntagsessen gehören Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle, und wer einmal Kässpätzle mit Röstzwiebeln gegessen hat, versteht, warum der Schwabe ausgerechnet am Teller nicht spart. Das ist die große Ausnahme in seinem Leben: Beim Häusle wird jeder Cent zweimal umgedreht, beim Essen darf es ruhig ein bisschen mehr sein. Was übrig bleibt, landet am Montag sowieso in der nächsten Maultasche.

Tüftler zwischen Alb und Neckar

Der Ruf als Tüftler kommt nicht von ungefähr. Dübel, Teddybär und Zündkerze stammen aus Württemberg, und ob das Auto nun hier oder drüben in Baden erfunden wurde, darüber wird im Südwesten bis heute gern gestritten. Der typische Schwabe repariert lieber, als neu zu kaufen, und wenn er schon repariert, verbessert er gleich noch etwas. Genau diese Mischung aus Sparsamkeit und Erfindergeist macht schwäbische Witze so dankbar: Man lacht über die Marotte und bewundert sie insgeheim ein bisschen. Ähnlich praktisch geht es bei den Handwerkerwitzen zu.

Schwaben und ihre Nachbarn

Jede Region in Deutschland hat ihre Eigenheiten und damit ihre eigenen Witze. Die Schwaben teilen sich den Süden mit den Bayern, die zwar gleich nebenan wohnen, aber ganz anders ticken. Wer den Vergleich mag, findet bei den Bayernwitzen viel Weißwurst und Gemütlichkeit. Für den Dialekt-Wettstreit lohnen sich die Sachsenwitze, und ganz im Norden warten die wortkargen Ostfriesenwitze. Nicht zu vergessen die Badener im eigenen Bundesland, mit denen man sich seit jeher liebevoll über Wein, Fußball und die richtige Aussprache streitet.

Seit viele Schwaben nach Berlin gezogen sind, gibt es dort sogar ein eigenes Genre: Schwabe trifft Hauptstadt. Der eine will Ordnung im Treppenhaus, der andere findet Ordnung grundsätzlich verdächtig. Wie das von der anderen Seite aussieht, steht in den Berlinerwitzen. Am Ende gilt überall dasselbe: Über die eigene Heimat lacht man am lautesten, wenn ein anderer den Witz erzählt. Oder, wie man in Stuttgart sagen würde: „Ha, des isch jetzt aber net schlecht.“