Was ist ein Anschlusszug?
Ein Zug, den man vom Fenster aus abfahren sieht.
Bahnwitze sind für alle, die schon mal auf einem zugigen Bahnsteig standen und auf der Anzeige zusehen mussten, wie aus fünf Minuten Verspätung erst zehn und dann vierzig wurden. Hier gibt es Witze über Durchsagen, Klimaanlagen, verpasste Anschlusszüge, umgekehrte Wagenreihung und den Schienenersatzverkehr. Lies sie am besten im Zug, Zeit hast du dort ja meistens genug.
Was ist ein Anschlusszug?
Ein Zug, den man vom Fenster aus abfahren sieht.
Durchsage am Bahnsteig: „Der ICE nach München fährt heute in umgekehrter Wagenreihung ein.“
Sofort rennen zweihundert Menschen mit Koffern los. Die Hälfte davon in die richtige Richtung.
Was ist Schienenersatzverkehr?
Eine Rundfahrt durch Dörfer, in die man nie wollte. Im Fahrpreis inbegriffen.
Wie funktioniert die Klimaanlage im Zug?
Im Sommer heizt sie, im Winter kühlt sie. Sie hat den Kalender nur falsch herum aufgehängt.
Warum haben erfahrene Bahnfahrer im Juli einen Pullover dabei?
Im einen Wagen sind es 14 Grad. Im Wagen dahinter ist die Klimaanlage ausgefallen, da sind es 38.
Durchsage im Zug: „Wir haben derzeit zwanzig Minuten Verspätung. Ihre Anschlusszüge werden erreicht.“
Ein Mann im Großraumwagen lacht laut auf. Er pendelt seit dreißig Jahren.
Was bedeutet „Verzögerung im Betriebsablauf“?
Wir wissen es auch nicht. Aber wir sagen es in sehr schönem Deutsch.
Ich habe extra einen Platz reserviert: Wagen 7, Platz 64.
Der Zug hat heute leider nur sechs Wagen.
Was ist der mutigste Satz, den man im Zug sagen kann?
„Entschuldigung, Sie sitzen auf meinem reservierten Platz.“
Woran merkt man, dass der Zug gleich in einen Tunnel fährt?
Man hat gerade endlich WLAN.
Was ist der Ruhebereich im Zug?
Der Wagen, in dem der Mann mit dem lautesten Telefonat des Tages sitzt.
Was gibt es heute im Bordbistro?
Eine Entschuldigung. Die Kaffeemaschine ist leider defekt.
Warum kommen Züge im Herbst zu spät?
Wegen Laub auf den Gleisen. Im Winter wegen Schnee, im Sommer wegen Hitze, und für den Frühling überlegen sie sich noch was.
Wie lange dauert eine Verspätung von fünf Minuten?
Ungefähr eine Stunde. Die Anzeige erhöht nur in kleinen Schritten, damit keiner in Panik gerät.
Drei Minuten vor Abfahrt kommt die Durchsage: „Der Zug fährt heute ausnahmsweise von Gleis 12.“
Auf Gleis 3 beginnt daraufhin das beste Sprinttraining der Stadt. Kostenlos und mit Koffer.
Was ist ein außerplanmäßiger Halt?
Ein Stopp in einem Ort, den keiner kennt, für eine Zeit, die keiner weiß.
Wann kommt im Zug die Fahrkartenkontrolle?
Genau in dem Moment, in dem man endlich eingeschlafen ist.
Ein Fahrgast fragt den Zugbegleiter: „Wann kommen wir in Hamburg an?“
„Das kann ich Ihnen genau sagen, sobald wir da sind.“
Ein Tourist fragt am Bahnhof: „Fahren die Züge in Deutschland nach Fahrplan?“
„Selbstverständlich. Nach welchem, erfahren wir allerdings auch erst kurz vorher.“
Was macht man, wenn der Zug ausnahmsweise pünktlich ist?
Man steht noch beim Bäcker. Mit zehn Minuten Verspätung hatte man fest gerechnet.
Warum haben Pendler so starke Nerven?
Wer zweimal am Tag eine Durchsage übersteht, die mit „Liebe Fahrgäste, leider“ beginnt, den haut so schnell nichts mehr um.
Was ist der Wagenstandsanzeiger?
Ein Schaubild am Bahnsteig, das genau zeigt, wo dein Wagen heute ganz sicher nicht hält.
Im Schienenersatzverkehr fragt ein Fahrgast den Busfahrer: „Halten Sie auch in Neustadt?“
„Keine Ahnung. Ich fahre sonst Schulbus.“
Warum nehmen Bahnfahrer immer ein dickes Buch mit?
Für die geplante Fahrzeit reicht eine Zeitschrift. Das Buch ist für die tatsächliche.
Der Zug steht seit zwanzig Minuten auf freier Strecke neben einer Weide.
Die Kühe schauen interessiert durchs Fenster. Für sie ist das Fernsehen.
Durchsage im Zug: „Sehr geehrte Fahrgäste, krrrz Verspätung krrrz Anschluss krrrz Gleis krrrz.“
Alle nicken. Mehr erfährt man auf dem Bahnsteig auch nicht.
Was ist ein Bahn-Optimist?
Jemand, der für einen Termin um zehn den Zug nimmt, der um Viertel vor ankommen soll. Und dann noch einen Kaffee einplant.
Durchsage im August: „Wegen einer Störung der Klimaanlage bitten wir die Fahrgäste aus Wagen 9, in Wagen 8 umzusteigen.“
In Wagen 8 sitzen schon die Fahrgäste aus Wagen 10.
Wie bekommt man bei einer Verspätung sein Geld zurück?
Mit einem Formular. Das Ausfüllen dauert ungefähr so lange wie die Verspätung.
Was ist das Lieblingswort jeder Bahnhofsdurchsage?
„Voraussichtlich.“
Wer regelmäßig Zug fährt, hat seine eigenen Geschichten. Bei dem einen war der Anschluss zwei Minuten zu früh weg, beim anderen hat die Klimaanlage im August geheizt. Und irgendwer hatte schon mal eine Reservierung für einen Wagen, der an diesem Tag gar nicht mitfuhr. Über die Deutsche Bahn Witze zu reißen, ist deshalb so etwas wie ein Volkssport. Jeder kann mitreden, jeder hat schon mal am Gleis gestanden und auf die Anzeige gestarrt. Zugwitze funktionieren an der Kaffeemaschine im Büro genauso wie beim Familienessen, weil niemand erklären muss, worum es geht.
Unser Lieblingswitz auf dieser Seite ist der kürzeste. Ein Anschlusszug ist ein Zug, den man vom Fenster aus abfahren sieht. Darin steckt eine Szene, die viele genau so erlebt haben. Man rollt in den Bahnhof ein, sieht auf dem Nachbargleis den richtigen Zug stehen, und während man noch nach dem Koffer greift, fährt er los. Der Witz braucht keine Übertreibung, und gerade das macht ihn so gemein. Witze über Verspätung zünden oft dann am besten, wenn sie kaum übertreiben und jeder im Raum kurz an seinen letzten verpassten Zug denkt.
Ein eigenes Kapitel sind die Durchsagen. „Verzögerung im Betriebsablauf“, „voraussichtlich“, „Wir bitten um Ihr Verständnis“ und natürlich „in umgekehrter Wagenreihung“. Wer oft fährt, kann diese Sätze im Schlaf mitsprechen. Bahnwitze spielen gern damit, was hinter den höflichen Formeln steckt. Wenn du so einen Witz erzählst, sprich die Durchsage ruhig im typischen Tonfall, mit einer kleinen Pause vor dem „leider“. Das Publikum erkennt den Klang sofort und lacht oft schon, bevor die Pointe überhaupt da ist.
Manche Themen tauchen in Zugwitzen immer wieder auf, weil sie so verlässlich unzuverlässig sind. Die Klimaanlage steht ganz oben auf der Liste. Im Sommer friert man im einen Wagen und schwitzt im nächsten, im Winter ist es umgekehrt. Unser Witz dazu behauptet einfach, die Anlage habe den Kalender falsch herum aufgehängt. Das ist albern, trifft aber das Gefühl, dass hier etwas grundsätzlich verdreht ist.
Dann die Wagenreihung. Am Bahnsteig hängt ein Plan, der genau zeigt, wo dein Wagen halten soll. Du stellst dich brav an Abschnitt C, und der Zug fährt ein, mit Wagen 7 ganz vorne bei A. Was dann passiert, kennt jeder, der schon mal mit Gepäck unterwegs war. Zweihundert Menschen laufen gleichzeitig los, die Hälfte davon in die falsche Richtung, und mittendrin ein Kinderwagen und ein Rentner mit Rollkoffer, der als Erster ankommt.
Den meisten Gesprächsstoff liefert aber die Anzeigetafel. Erst stehen da fünf Minuten, dann zehn, und irgendwann gibt man es auf, mitzurechnen. Unser Witz dazu behauptet, die Anzeige erhöhe nur in kleinen Schritten, damit keiner in Panik gerät. Wer schon mal so am Gleis gestanden hat, weiß, dass es sich wirklich so anfühlt. Den Witz erzählst du am besten genau dann, wenn auf der Tafel die nächste Erhöhung erscheint. Das Timing liefert die Bahn in diesem Fall gleich mit.
Der Schienenersatzverkehr verdient eine eigene Erwähnung. Statt mit dem Zug geht es mit dem Bus weiter, oft über Landstraßen und durch Orte, die man sonst nie gesehen hätte. Manche nehmen es mit Humor und betrachten das Ganze als kostenlose Rundfahrt. Andere erzählen sich im Bus Bahnwitze, bis die Stimmung wieder steigt. Unser Rat für solche Fahrten: Proviant einpacken und den Busfahrer freundlich behandeln. Er fährt diese Strecke womöglich auch zum ersten Mal. Wer am Ende doch lieber ins Taxi steigt, findet bei den Taxifahrerwitzen die passende Fortsetzung.
Am meisten lachen Pendler über Bahnwitze. Wer jeden Tag fährt, hat die Mischung aus Galgenhumor und Gelassenheit längst verinnerlicht. Gerade am Wochenstart, wenn der erste Zug ausfällt und der zweite überfüllt ist, hilft ein Witz mehr als jede Beschwerde. Passend dazu gibt es unsere Montagswitze. Wer sich die Verspätung im Nachhinein erstatten lassen will, muss übrigens ein Formular ausfüllen, und spätestens dann ist man bei den Beamtenwitzen angekommen.
Auch im Urlaub ist die Bahn oft das erste Abenteuer. Die Reise beginnt mit vollen Koffern und großer Vorfreude, und am Ende ist man froh, überhaupt angekommen zu sein. Für die Zeit danach gibt es die Urlaubswitze. Mit Kindern im Zug sind die Witze über die Kühe auf der Weide und den Tunnel mit dem WLAN eine gute Wahl. Die verstehen auch Grundschüler, und eine lange Fahrt wird damit gefühlt ein bisschen kürzer. Wer es pünktlicher mag, schaut bei den Schweizer Witzen vorbei, dort geht es ab und zu auch um Züge, die auf die Minute fahren.
Ein Tipp zum Schluss: Mach beim Erzählen nicht den Zugbegleiter oder die Lokführerin zum Sündenbock. Die können für Weichenstörungen und kaputte Klimaanlagen am wenigsten und haben meistens den längsten Tag von allen. Unsere Witze gehen deshalb auf die Technik und den Fahrplan. Und wenn du das nächste Mal im Zug sitzt und die Durchsage mit „Liebe Fahrgäste, leider“ beginnt, hast du jetzt immerhin etwas zum Vorlesen.