Was ist der Unterschied zwischen Bayern und dem Paradies?
Im Paradies darf man rein.
Was ist der Unterschied zwischen Bayern und dem Paradies?
Im Paradies darf man rein.
Warum ist München die schönste Stadt der Welt?
Weil sie in Bayern liegt. Das sagt der Bayer selbst.
Warum trinkt der Bayer Bier?
Weil er es kann. Und weil er es darf. Und weil es Bayern ist.
Ein Bayer kommt nach Berlin. Fragt ihn jemand: „Sprechen Sie Deutsch?"
"Ja." "Könnten Sie auch Hochdeutsch?" "Wenn ich muss."
Was sagt der Bayer wenn er verliert?
"In Bayern gewinnen wir meistens."
Wie begrüßt der Bayer einen Fremden?
"Grüß Gott." Und dann schaut er ob der Fremde auch grüßt.
Warum heißt es Weißwurst und nicht Frühstückswurst?
Weil man sie vor dem Mittagsläuten essen muss. So ist das.
Was ist des Bayern liebster Satz?
"Mia san mia." Das ist kein Satz, das ist ein Weltbild.
Ein Bayer und ein Preuße streiten wer besser ist.
Der Bayer gewinnt. Weil er aufgehört hat zu streiten und Bier getrunken hat.
Warum fährt der Bayer nie nach Norddeutschland?
Zu flach. Zu windig. Kein Bier das schmeckt.
Was heißt „Passt scho“ auf Hochdeutsch?
Kommt drauf an. Es kann „Wunderbar“ heißen, „Geht so“ oder „Mit dir red i nie wieder“.
Ein Tourist fragt den Münchner Kellner: „Sind Sie eigentlich immer so grantig?“
„Naa. Heit is sogar a guada Tag.“
Woran erkennt man im Biergarten sofort einen Preißn?
Er bestellt ein kleines Bier. Die Bedienung schaut ihn an, als hätte er Ketchup für die Weißwurst verlangt.
Was versteht der Bayer unter einer kleinen Brotzeit?
Brezn, Obatzda, Radi, zwei Weißwürscht und a Maß. Danach gibt es dann Mittagessen.
Was passiert, wenn man einen Franken einen Bayern nennt?
Er korrigiert einen sehr höflich. Und redet dann den restlichen Abend kein Wort mehr mit einem.
Was bedeutet eigentlich das bairische Wörtchen „fei“?
Das kann dir kein Bayer genau erklären. Aber ohne klingt jeder Satz fei komisch.
Warum fängt das Oktoberfest schon im September an?
Weil kein Bayer bis Oktober warten will.
Warum heißt der Leberkäs Leberkäs, wenn weder Leber noch Käse drin ist?
Weil sich ein Bayer nicht vorschreiben lässt, was in seinem Essen drin sein muss.
Wann gibt ein Bayer freiwillig zu, dass etwas ein Schmarrn ist?
Beim Kaiserschmarrn. Und den isst er dann trotzdem bis zum letzten Krümel.
Ein Preiß fragt auf der Wiesn, was die Schleife am Dirndl bedeutet.
„Links ledig, rechts vergeben. Und hinten heißt: Bedienung. Bei der bestellst jetzt endlich was, sonst wird des nix mehr mit deiner Maß.“
Wie fängt man einen Wolpertinger?
Man braucht eine Vollmondnacht, einen Sack und einen Preißn, der damit bis zum Morgen im Wald steht. Die Bayern warten derweil im Wirtshaus auf die Geschichte.
Wie stellt ein Bayer eine Frage, auf die er gar keine Antwort hören will?
Er hängt ein „gell“ hinten dran.
Ein Preiß verlangt beim Münchner Bäcker zwei Brötchen. „Ham mia ned“, sagt die Verkäuferin. „Nur Semmeln.“
„Dann eben zwei Semmeln.“ „Ja, warum ned glei?“
Warum sitzen in Bayern Ende April junge Burschen die ganze Nacht neben einem Baumstamm?
Sie bewachen den Maibaum. Klaut ihn das Nachbardorf, muss man ihn mit Bier und Brotzeit auslösen. Und sich das zehn Jahre lang anhören.
Warum sind die Kirchtürme in Oberbayern so hoch?
Damit der Pfarrer am Sonntag sieht, wer schon im Biergarten sitzt.
Wer ist in Bayern schuld, wenn jemand schlechte Laune hat?
Der Föhn. Und wenn kein Föhn ist, der Preiß.
Warum sagt der Bayer zur Begrüßung und zum Abschied „Servus“?
Dann muss er sich nicht merken, ob er gerade kommt oder geht.
Warum wäscht ein echter Bayer seine Lederhose nie?
Sonst wären ja die ganzen Geschichten weg.
Warum hat Bayern mehr Feiertage als jedes andere Bundesland?
Weil der Herrgott selbst ein Bayer ist. Sagt zumindest jeder Bayer.
Kein Bundesland hat ein so ausgeprägtes Selbstbewusstsein wie Bayern. Und kein Bundesland hat deshalb so viele Witze über sich. Das ist kein Zufall. Wer so überzeugend auftritt dass andere zwangsläufig lächeln müssen, der liefert Witzstoff im Überfluss. Bayernwitze gibt es, weil Bayern sie zulässt und selbst gern mitlacht. Auf Bairisch natürlich. Viele der besten drehen sich um Weißwurst, Maßkrug und den Grant, mit dem ein echter Bayer jeden Zugereisten begrüßt.
Das bayerische Klischee ist dabei stabiler als anderswo: Lederhosen, Weißwurst, Bier, Berge, und eine tief verwurzelte Überzeugung dass der Rest Deutschlands irgendwie noch nicht ganz angekommen ist. Diese Kombination aus Tradition und Selbstsicherheit macht Bayern zur wohl dankbarsten Zielscheibe der deutschen Regionalkomik.
Bayernwitze funktionieren auf zwei Ebenen. Erstens der Blick von außen auf Bayern, mit seinen Eigenheiten und Eigenarten. Zweitens der bayerische Blick auf den Rest der Welt, der meistens ein leichtes Kopfschütteln enthält. Beides stimmt ein bisschen, und aus beidem werden gute Witze.
Für mehr Regionalhumor lohnt sich ein Blick auf die Berliner Witze. Der Kontrast zwischen dem selbstbewussten Bayern und dem lakonischen Berliner ist dabei selbst schon fast ein Witz. Und Österreicherwitze zeigen was passiert wenn der bayerische Geist die Grenze überquert.
Die Weißwurst vor dem Mittagsläuten, die korrekte Anwendung von Senf, die Frage ob man die Haut isst oder nicht: das sind in Bayern keine Kleinigkeiten. Bayernwitze über Essen treffen deshalb besonders, weil sie zeigen wie ernst die Bayern Dinge nehmen die andere für trivial halten. Und das ist gleichzeitig das Sympathischste an ihnen.
Ob man bayerische Witze sagt oder bayrische Witze, ist beides richtig. Bayerisch ist die übliche Form, bayrisch eine kürzere Schreibweise, die der Duden genauso erlaubt. Der Dialekt in Altbayern heißt Bairisch, mit i, und gesprochen wird er nicht nur dort, sondern auch in großen Teilen Österreichs. Wer jetzt kurz durcheinander ist: So ungefähr fühlt sich ein Preiß an der Theke einer Münchner Metzgerei.
Viele Witze leben von Wörtern, die es nur hier gibt. „Fei“, „gell“, „passt scho“ oder „grantig“ lassen sich kaum sauber übersetzen, und genau darin steckt der Witz. Ein „Passt scho“ kann ein großes Lob sein oder das Ende einer Freundschaft. Den Unterschied hört nur, wer lange genug in Bayern gelebt hat. Die neuen Witze auf Bayrisch sind deshalb so geschrieben, dass man sie auch nördlich der Donau versteht: ein bisschen Mundart für die Farbe, der Rest auf Hochdeutsch. Wer sie selbst erzählt, sollte den Dialekt übrigens nicht übertreiben. Schlecht nachgemachtes Bairisch fällt in München schneller auf als ein falsch gebundenes Dirndl.
Wer in Bayern Witze erzählt, sollte eins wissen: Franken, Schwaben und Altbayern leben zwar im selben Bundesland, wollen aber nicht verwechselt werden. Die Schwaben bekommen bei den Schwabenwitzen ihr eigenes Kapitel. Und wie Dialekthumor in einer ganz anderen Ecke Deutschlands klingt, zeigen die Sachsenwitze.