Lange Witze Kleine Geschichten mit Spannung und Pointe

Drei Männer bewerben sich als Detektiv. Der Prüfer zeigt dem ersten ein Foto für fünf Sekunden: „Wen suchen wir?" – „Einfach, der hat ein Glasauge." – Stimmt. Zweitem: selbes Foto, „Ein Ohr fehlt." – Stimmt. Drittem: selbes Foto. Er überlegt lange: „Er trägt Kontaktlinsen."

Zwei Männer werden von einem Stamm gefangen. Der Häuptling sagt: „Ihr dürft leben wenn ihr zehn gleichartige Früchte bringt." Der erste kommt mit Kirschen. „Stopf sie dir in den Hintern ohne Miene zu verziehen." Er schafft neun – und lacht. Er wird getötet. Im Himmel trifft er den zweiten. „Du hast Ananas mitgebracht, oder?"

Ein Cowboy reitet in eine Stadt. Alle Häuser sind gelb. Er fragt einen alten Mann: „Warum alles gelb?" – „Das ist die Geschichte von Old Jake. Er hat alles hier gebaut." – „Und das Gelb?"

Ein Pessimist und ein Optimist sitzen in einem Café. Der Optimist sagt: „Es könnte schlimmer sein." Der Pessimist antwortet:

Ein Mann geht zum Arzt: „Ich bin unsichtbar." Der Arzt schreibt ins Formular. Ruft dann zur Sprechstundenhilfe:

Kommt ein Pferd in die Bar. Der Barkeeper fragt:

Zwei Fische schwimmen gegen eine Betonwand.

Ein Mann kommt in eine Bibliothek und fragt: „Haben Sie Bücher über Paranoia?" Die Bibliothekarin flüstert:

Fritzchen fragt seinen Vater: „Papa, woher komme ich?" Der Vater erklärt ausführlich die Biologie der Fortpflanzung. Fritzchen hört aufmerksam zu. Dann sagt er:

Ein Arzt sagt zu seinem Patienten:

Ein Mann läuft mit einem Pinguin durch die Fußgängerzone. Ein Polizist hält ihn an: „Was machen Sie denn mit dem Pinguin? Bringen Sie den sofort in den Zoo!“ Der Mann nickt brav und zieht mit dem Tier ab. Am nächsten Tag sieht der Polizist die beiden wieder in der Fußgängerzone, der Pinguin trägt jetzt eine Sonnenbrille. „Ich hatte Ihnen doch gesagt, Sie sollen ihn in den Zoo bringen!“

Ein Neuer kommt ins Gefängnis. Beim Abendessen ruft einer „Zweiundvierzig!“, und alle lachen. Dann ruft ein anderer „Siebzehn!“, und der ganze Saal brüllt. Der Neue fragt seinen Zellennachbarn, was das soll. „Wir sind schon so lange hier, dass wir alle Witze auswendig kennen. Deshalb haben wir ihnen Nummern gegeben.“ Der Neue will mitmachen, steht auf und ruft: „Dreiundzwanzig!“ Totenstille.

Ein Mann bekommt einen Papagei geschenkt, der nur Schimpfwörter kennt. Er versucht es mit Geduld, mit klassischer Musik und mit Vorlesen, aber der Vogel flucht weiter. Irgendwann reicht es ihm, und er setzt den Papagei zur Strafe für eine Minute ins Gefrierfach. Drinnen tobt es kurz, dann wird es still. Als er die Tür öffnet, klettert der Papagei heraus und sagt sehr höflich: „Es tut mir leid, ich werde nie wieder fluchen. Darf ich noch etwas fragen?“

Ein Mann sitzt abends vor dem Fernseher, als es an der Tür klopft. Er macht auf, aber da ist niemand. Dann schaut er nach unten und sieht auf der Fußmatte eine Schnecke. Genervt hebt er sie auf und wirft sie in hohem Bogen in den Garten. Zwei Jahre später klopft es wieder. Der Mann öffnet, und vor der Tür sitzt dieselbe Schnecke.

Drei Schildkröten machen ein Picknick. Der Weg zur Wiese dauert zwei Jahre. Dort packen sie aus und merken, dass der Flaschenöffner fehlt. Nach langem Streit muss die Jüngste zurück und ihn holen, aber sie verlangt, dass die anderen nichts essen, bis sie wieder da ist. Die beiden warten ein Jahr, zwei Jahre, vier Jahre. Irgendwann halten sie es nicht mehr aus und greifen nach einem Butterbrot.

Ein Mann irrt seit drei Tagen durch die Wüste, halb verdurstet. Da kommt ihm ein Händler auf einem Kamel entgegen. „Wasser! Bitte, haben Sie Wasser?“ „Wasser nicht. Aber Krawatten, reine Seide, nur zwanzig Euro.“ Der Mann winkt ab und schleppt sich weiter. Am nächsten Tag taucht am Horizont ein Restaurant auf, mit Palmen und Springbrunnen. Mit letzter Kraft kriecht er bis zur Tür. Der Türsteher mustert ihn von oben bis unten.

Drei Freunde wollen zu Fuß die Wüste durchqueren, und jeder soll einen Teil der Ausrüstung tragen. Der erste schleppt einen großen Kanister Wasser. Der zweite trägt einen Sack mit Brot und Datteln. Der dritte kommt mit einer Autotür unter dem Arm. Die anderen starren ihn an: „Was willst du denn mit der Autotür?“

Drei Schiffbrüchige sitzen seit Monaten auf einer winzigen Insel fest. Eines Morgens spült das Meer eine alte Flasche an. Als sie den Korken ziehen, steigt ein Geist heraus: „Jeder von euch hat einen Wunsch frei.“ Der erste ruft: „Ich will nach Hause zu meiner Familie!“ Zack, weg ist er. Der zweite: „Ich will auch nach Hause!“ Zack, auch weg. Der dritte sitzt plötzlich ganz allein am Strand, hört eine Weile den Wellen zu und seufzt.

Ein Angler zieht einen Goldfisch aus dem See. „Lass mich frei, dann erfülle ich dir einen Wunsch“, sagt der Fisch. Der Angler überlegt: „Ich würde so gern mal nach Mallorca. Aber ich habe Flugangst und werde auf jedem Schiff seekrank. Bau mir eine Brücke.“ Der Goldfisch stöhnt: „Weißt du, wie tief das Mittelmeer ist und wie viel Beton das braucht? Wünsch dir bitte was Leichteres.“ „Na gut. Dann sorg dafür, dass mein Zug zur Arbeit ein ganzes Jahr lang jeden Morgen pünktlich ist.“ Der Goldfisch schweigt sehr lange.

Ein Fischer fängt einen Goldfisch, und der verspricht ihm drei Wünsche, wenn er ihn wieder ins Wasser lässt. Der Fischer muss nicht lange überlegen: „Ich wünsche mir eine Flasche Bier, die nie leer wird.“ Plopp, schon hält er eine kalte Flasche in der Hand. Er trinkt sie in einem Zug aus, und sofort ist sie wieder voll. Er trinkt noch einmal, wieder voll. Der Goldfisch wird ungeduldig: „Schön, dass es dir schmeckt. Und was ist mit deinen anderen beiden Wünschen?“

Ein Mann geht zu einer Tierauktion und verliebt sich sofort in einen bunten Papagei. Er bietet 100 Euro, doch jemand überbietet ihn. Er bietet 200, wieder wird er überboten. So geht es immer weiter, bis er bei 900 Euro endlich den Zuschlag bekommt. Beim Bezahlen fragt er den Auktionator: „Für das Geld kann der doch hoffentlich auch sprechen?“

Ein Zauberer tritt jeden Abend auf einem Kreuzfahrtschiff auf. In der ersten Reihe sitzt immer der Papagei des Kapitäns und verrät jeden Trick. „Die Karte steckt im Ärmel!“ „Das ist ein anderer Hut!“ „Der Kasten hat einen doppelten Boden!“ Der Zauberer kocht vor Wut. Eines Nachts läuft das Schiff auf ein Riff und sinkt. Am Morgen treiben nur noch der Zauberer und der Papagei auf einer Holzplanke im Meer. Der Papagei starrt ihn einen Tag lang wortlos an, dann noch einen und noch einen. Am vierten Tag hält er es nicht mehr aus.

Ein Pfarrer kauft einem Bauern ein Pferd ab. „Das Tier ist fromm erzogen“, sagt der Bauer. „Es läuft nur los, wenn man ‚Gott sei Dank‘ sagt, und es bleibt nur stehen, wenn man ‚Amen‘ sagt.“ Der Pfarrer steigt auf und sagt „Gott sei Dank“, und das Pferd galoppiert los, über Wiesen und Felder, geradewegs auf eine Steilküste zu. Vor lauter Schreck fällt dem Pfarrer das richtige Wort nicht ein. In letzter Sekunde ruft er „Amen!“, und das Pferd bleibt einen halben Meter vor dem Abgrund stehen. Der Pfarrer blickt hinunter in die Tiefe und wischt sich den Schweiß von der Stirn.

Der Pfarrer kündigt am Ende des Gottesdienstes an: „Nächsten Sonntag predige ich über das Lügen. Bitte lest bis dahin alle zu Hause Markus, Kapitel 17.“ Eine Woche später steigt er auf die Kanzel und fragt: „Wer hat Markus 17 gelesen?“ Fast die ganze Gemeinde hebt die Hand. Der Pfarrer nickt zufrieden.

Ein junger Mann tritt in ein Kloster ein, in dem ein strenges Schweigegelübde gilt. Nur alle zehn Jahre darf jeder Mönch zwei Wörter zum Abt sagen. Nach zehn Jahren ist es so weit: „Bett hart.“ Nach zwanzig Jahren: „Essen kalt.“ Nach dreißig Jahren steht er mit gepacktem Koffer vor dem Abt: „Ich gehe.“

Ein Städter macht Urlaub auf dem Bauernhof und entdeckt im Stall ein Schwein mit einem Holzbein. „Was ist denn mit dem passiert?“ Der Bauer gerät ins Schwärmen: „Das ist ein ganz besonderes Tier. Letzten Winter hat es mitten in der Nacht gequiekt, als in der Scheune ein Feuer ausbrach, und uns alle geweckt. Im Sommer hat es meinen Enkel aus dem Teich gezogen. Und als ich mit dem Traktor im Graben lag, ist es bis ins Dorf gelaufen und hat Hilfe geholt.“ „Unglaublich. Aber warum hat es ein Holzbein?“

Ein Autofahrer ist auf der Landstraße mit 80 unterwegs, als ihn ein Huhn überholt. Er gibt Gas, 100, 120, aber das Huhn läuft locker neben ihm her und biegt dann auf einen Bauernhof ab. Er fährt hinterher und traut seinen Augen nicht: Das Huhn hat drei Beine. Der Bauer erklärt: „Wir sind zu dritt, und jeder will die Keule. Also habe ich mir dreibeinige Hühner gezüchtet.“ „Genial. Und wie schmecken die?“

Ein Wanderer fragt einen Bauern, der an seinem Zaun lehnt: „Wie lange brauche ich bis ins nächste Dorf?“ Der Bauer schaut ihn an und sagt nichts. Der Wanderer fragt noch einmal, diesmal lauter. Wieder keine Antwort. Kopfschüttelnd geht er weiter. Nach etwa fünfzig Metern ruft ihm der Bauer hinterher: „Eine Stunde!“ Der Wanderer dreht sich um: „Warum sagen Sie das nicht gleich?“

Ein Bergdorf hat einen neuen Bürgermeister aus der Stadt. Im Herbst fragen ihn die Leute, ob der Winter kalt wird. Er hat keine Ahnung, sagt aber zur Sicherheit: „Sammelt Holz.“ Dann ruft er heimlich beim Wetterdienst an: „Wird es ein kalter Winter?“ „Sieht ganz danach aus.“ Also lässt er noch mehr Holz sammeln. Eine Woche später ruft er wieder an: „Sind Sie immer noch sicher?“ „Ganz sicher. Das wird einer der härtesten Winter seit Langem.“ „Woher wissen Sie das so genau?“

Jeden Morgen schiebt ein Mann eine Schubkarre voller Sand über die Grenze. Der Zöllner ist sicher, dass er etwas schmuggelt. Er durchwühlt den Sand, siebt ihn durch und schickt sogar Proben ins Labor. Nichts. Das geht zwanzig Jahre lang so. Dann geht der Zöllner in Rente und trifft den Mann zufällig in einer Kneipe. „Jetzt kannst du es mir ja sagen. Was hast du all die Jahre geschmuggelt?“

Ein alter Mann schreibt seinem Sohn ins Gefängnis: „Dieses Jahr kann ich keine Kartoffeln pflanzen. Mein Rücken macht nicht mehr mit, und du bist ja nicht da, um den Garten umzugraben.“ Der Sohn schreibt zurück: „Papa, grab bloß nicht im Garten! Da habe ich die Beute versteckt.“ Am nächsten Morgen rücken zehn Polizisten an und graben den ganzen Garten um. Sie finden nichts und ziehen wieder ab. Am Abend kommt der nächste Brief vom Sohn.

Ein kleiner, schmächtiger Mann bewirbt sich in einem Holzfällercamp in Kanada. Die anderen lachen ihn aus, aber der Vorarbeiter drückt ihm eine Axt in die Hand. Am Abend hat der Neue doppelt so viele Bäume gefällt wie der beste Mann im Camp. „Wo hast du das gelernt?“, fragt der Vorarbeiter. „In der Sahara.“ „In der Sahara? Da gibt es doch gar keine Bäume!“

Ein Mann kommt in eine Kneipe, setzt sich an die Theke und bestellt einen Schnaps. „Aber schnell, bevor es losgeht.“ Er kippt ihn runter und schiebt das Glas zurück: „Noch einen, bevor es losgeht.“ Auch der ist sofort weg. „Und noch einen. Schnell, bevor es losgeht.“ Jetzt wird der Wirt neugierig: „Wann geht es denn los?“

Ein Mann kommt jeden Freitag in die Dorfkneipe und bestellt drei Bier auf einmal. Irgendwann fragt der Wirt, warum. „Meine zwei Brüder wohnen weit weg, einer in Hamburg und einer in München. So trinken wir trotzdem jede Woche zusammen ein Bier.“ Jahrelang geht das so. Eines Freitags bestellt er nur zwei Bier. Die ganze Kneipe wird still, und der Wirt sagt leise: „Mein herzliches Beileid.“

In einer Hafenkneipe sitzt ein alter Pirat mit nur einem Bein, einem Haken statt der linken Hand und einer Augenklappe. Ein junger Matrose traut sich, ihn zu fragen: „Wie hast du dein Bein verloren?“ „Ein Hai.“ „Und die Hand?“ „Säbelkampf.“ „Und das Auge?“ „Eine Möwe hat mir draufgemacht.“ „Davon wird man doch nicht blind!“

Ein kleines Flugzeug gerät in Not. An Bord sind der Pilot, ein berühmter Professor, ein alter Pfarrer und ein Pfadfinder, aber es gibt nur drei Fallschirme. Der Pilot schnappt sich den ersten: „Ich habe Frau und Kinder“, und springt. Der Professor greift sich den zweiten: „Ich bin der klügste Mensch des Landes, die Welt braucht mich“, und springt auch. Der Pfarrer legt dem Jungen die Hand auf die Schulter: „Nimm du den letzten, mein Sohn. Ich hatte ein langes, gutes Leben.“

Nach tagelangem Regen sitzt ein frommer Mann auf dem Dach seines Hauses, und das Wasser steigt immer weiter. Ein Nachbar kommt mit dem Ruderboot vorbei: „Steig ein!“ „Nein danke, Gott wird mich retten.“ Dann kommt die Feuerwehr mit einem Schlauchboot. „Nein danke, Gott wird mich retten.“ Zuletzt schwebt ein Hubschrauber über ihm und lässt eine Leiter herunter. „Nein danke, Gott wird mich retten.“ Der Mann ertrinkt. Im Himmel beschwert er sich bitter: „Ich habe dir mein Leben lang vertraut. Warum hast du mich nicht gerettet?“

Ein Mann will zum ersten Mal Eisangeln. Er bohrt ein Loch ins Eis und hält seine Angel hinein. Da dröhnt eine tiefe Stimme von oben: „Hier gibt es keine Fische!“ Erschrocken packt er zusammen und bohrt fünfzig Meter weiter ein neues Loch. Wieder die Stimme: „Hier gibt es auch keine Fische!“ Zitternd blickt er nach oben: „Bist du das, Gott?“

Ein Fuchs kommt an einem Hasen vorbei, der vor seinem Bau sitzt und eifrig schreibt. „Was machst du da?“ „Meine Doktorarbeit. Thema: Warum Hasen Füchse fressen.“ Der Fuchs lacht laut: „So ein Unsinn!“ „Komm mit rein, ich zeige dir meine Beweise.“ Der Fuchs geht mit in den Bau und kommt nicht wieder heraus. Kurz darauf kommt ein Wolf vorbei, und es läuft genauso. Am Abend wirft ein Reh einen neugierigen Blick in den Bau: Drinnen sitzt ein riesiger, sehr satter Löwe.

Ein Hund kommt in eine Metzgerei, im Maul einen Zettel und einen Zehneuroschein. Auf dem Zettel steht: „Ein Pfund Hackfleisch, bitte.“ Der Metzger ist so begeistert, dass er ihm nach dem Bezahlen heimlich folgt. Der Hund wartet an der Ampel, bis es grün wird, steigt in den Bus und an der richtigen Haltestelle wieder aus. Vor einem Haus klopft er mit der Pfote an die Tür. Ein Mann öffnet und schimpft den Hund lautstark aus. Der Metzger kann es nicht fassen: „Was soll das denn? Ihr Hund ist ein Genie!“

Nachts auf hoher See empfängt ein riesiges Marineschiff einen Funkspruch: „Bitte ändern Sie Ihren Kurs um 15 Grad nach Süden.“ Der Kapitän funkt zurück: „Ändern Sie doch Ihren Kurs um 15 Grad nach Norden.“ „Nein. Bitte ändern Sie Ihren Kurs.“ Jetzt wird der Kapitän laut: „Hier spricht der Kommandant eines Flugzeugträgers. Wir haben drei Zerstörer und zwei Fregatten im Geleit. Ich fordere Sie zum letzten Mal auf: Ändern Sie sofort Ihren Kurs!“

Im Zoo ist der Gorilla gestorben, und für einen neuen fehlt das Geld. Also stellt der Direktor einen arbeitslosen Schauspieler ein, der im Gorillakostüm durchs Gehege turnt. Die Besucher sind begeistert, und der Mann wird von Tag zu Tag mutiger. Eines Tages schwingt er sich zu weit über die Mauer und landet mitten im Löwengehege. Ein riesiger Löwe kommt langsam auf ihn zu. Der Mann schreit um Hilfe, da zischt ihm der Löwe ins Ohr:

Ein älterer Herr leistet sich ein sündhaft teures Hörgerät, so klein, dass man es im Ohr gar nicht sieht. Nach vier Wochen kommt er zur Kontrolle. „Und, sind Sie zufrieden?“, fragt der Akustiker. „Sehr. Ich höre jedes Flüstern und sogar die Uhr im Nebenzimmer ticken.“ „Ihre Familie ist bestimmt begeistert.“

Mehr Witze entdecken →

Lange Witze: wenn der Weg das Ziel ist

Ein langer Witz verlangt etwas das die meisten anderen Formate nicht brauchen: Vertrauen. Das Publikum muss dem Erzähler vertrauen dass sich der Aufbau lohnt, dass die Pointe am Ende die ganze Zeit wert ist. Wenn das Vertrauen gerechtfertigt wird, ist der Lacher am Ende oft stärker als bei allen kurzen Formaten zusammen. Der Aufbau ist Teil der Wirkung. Je länger man gewartet hat, desto größer die Erleichterung, wenn die Pointe kommt. Die Geschichten auf dieser Seite brauchen deshalb etwas Zeit und Geduld, aber sie lohnen sich, besonders wenn man sie vor Publikum erzählt.

Lange Witze leben von der Spannung. Jeder Satz ist ein kleines Versprechen dass noch was kommt. Und wenn die Pointe dann einschlägt, hat man das Gefühl, eine kleine Geschichte erlebt zu haben, mit Anfang, Mitte und einem Ende, das alles auf den Kopf stellt.

Die Kunst des langen Witzes

Lange Witze zu erzählen ist eine Fähigkeit. Man braucht Timing, Erinnerungsvermögen für den genauen Wortlaut, und eine gewisse Immunität gegen Ungeduld im Publikum. Im Vergleich zu Kurzen Witzen sind lange Witze risikoreicher aber auch belohnender. Der kurze Witz verpasst und verpufft. Der lange Witz verpasst und man hat fünf Minuten verloren. Aber wenn er trifft, dann trifft er wirklich.

Lange Witze und verwandte Kategorien

Viele lange Witze haben Elemente des Schwarzen Humors. Die Länge erlaubt es, erst in Ruhe eine Situation aufzubauen und sie dann in eine völlig unerwartete dunkle Richtung zu drehen. Andere sind eher Situationskomödien. Wer gerne lange Witze liest, findet auf Witzbold.de auch in den Bereichen Beamtenwitze und Ehewitze längere Geschichten, denn dort sind Situationsaufbauten besonders beliebt.

Warum noch lange Witze in Zeiten kurzer Aufmerksamkeit?

Vielleicht gerade deshalb: In einer Zeit wo alles schnell und kurz sein muss, hat ein langer Witz etwas Trotzig-Angenehmes. Er nimmt sich Zeit und fordert Geduld, aber er belohnt dich auch dafür. Das ist auch eine Form von Genuss, ähnlich wie ein langer Roman im Vergleich zu einem Tweet. Wer beides kennt, ist klar im Vorteil.