Was ist der Unterschied zwischen dem Nikolaus und dem Weihnachtsmann?
Ungefähr achtzehn Tage und ein Schlitten.
Nikolauswitze gehören zum Abend vor dem 6. Dezember, wenn die Stiefel frisch geputzt vor der Tür stehen und vor lauter Aufregung keiner schlafen will. Hier findest du kindgerechte Witze über Knecht Ruprecht, das goldene Buch, Gedichte mit viel zu vielen Strophen und Schokoladen-Nikoläuse, die sich Sorgen um ihre Zukunft machen. Zum Vorlesen, Nacherzählen und gemeinsam darüber lachen.
Was ist der Unterschied zwischen dem Nikolaus und dem Weihnachtsmann?
Ungefähr achtzehn Tage und ein Schlitten.
„Mama, warum gibt es eigentlich den Nikolaus und den Weihnachtsmann?“
„Der Nikolaus ist die Vorspeise. Damit bis Weihnachten keiner verhungert.“
Was sagt der Stiefel am Morgen des 6. Dezember?
„Endlich riecht es hier drin mal nach Schokolade.“
Warum putzt Emma am Nikolausabend nicht nur ihre Stiefel, sondern auch ihre Turnschuhe, ihre Gummistiefel und ihre Hausschuhe?
Der Nikolaus soll sehen, wie ordentlich sie ist. Dann fragt er vielleicht nicht nach ihrem Zimmer.
Warum kommt der Nikolaus nicht im Juli?
Im Juli stellt keiner Stiefel vor die Tür. Und in einem Flip-Flop hält keine einzige Mandarine.
Paul findet am 6. Dezember seine Stiefel randvoll mit Süßigkeiten.
Er fragt sofort: „Mama, kann man das auch abonnieren?“
Was ist der Lieblingstag des Nikolaus?
Der 7. Dezember. Da hat er endlich Zeit, seine eigenen Stiefel zu putzen.
Was findet der Nikolaus abends in seinem Bart?
Zwei Nüsse, einen Lebkuchenkrümel und ein Gummibärchen, das sich verlaufen hat.
Mila fragt: „Nikolaus, kitzelt dich dein Bart nicht?“
„Doch. Deshalb lache ich ja so viel.“
Warum kommt der Nikolaus durch die Haustür und nicht durch den Kamin?
Danach wäre sein Bart schwarz. Und dann hält ihn jeder für Knecht Ruprecht.
Warum trägt der Nikolaus so eine hohe Mütze?
Damit Knecht Ruprecht ihn auf dem Weihnachtsmarkt wiederfindet.
Lena soll dem Nikolaus ein Gedicht aufsagen. Sie fängt an: „Lieber, guter Nikolaus …“ Dann fällt ihr nichts mehr ein.
„Den Rest schick ich dir als Sprachnachricht.“
Der Nikolaus fragt Tim: „Kannst du mir ein Gedicht aufsagen?“
„Ich kann ein kurzes und ein langes. Wie viel Schokolade ist denn noch im Sack?“
Jonas sagt dem Nikolaus ein Gedicht mit zwölf Strophen auf. Nach der achten setzt sich Knecht Ruprecht auf die Treppe.
Nach der zwölften fragt der Nikolaus vorsichtig: „Und wie viele Strophen kann deine Schwester?“
Ben flüstert: „Warum guckt Knecht Ruprecht so grimmig?“
Der Nikolaus flüstert zurück: „Er hat seine Brille vergessen und versucht seit zehn Minuten, deinen Namen im goldenen Buch zu lesen.“
Der Nikolaus blättert im goldenen Buch: „Hier steht, dass du manchmal frech zu deiner Schwester bist.“
Max: „Steht da auch, wer angefangen hat?“
Der Nikolaus fragt Leon: „Warst du dieses Jahr auch brav?“
Leon überlegt kurz: „Kommt drauf an. Was hat Mama dir denn erzählt?“
Woher weiß der Nikolaus, welche Kinder brav waren?
Er fragt die Kuscheltiere. Die waren jeden Abend dabei und haben alles gesehen.
Was macht Knecht Ruprecht, wenn alle Stiefel gefüllt sind?
Er setzt sich auf den leeren Sack und isst die Nüsse, die keiner haben wollte.
Ein Kind fragt: „Nikolaus, warum sagst du nicht ‚Ho, ho, ho‘?“
„Ich hab nur ein Ho. Die anderen beiden hat sich der Weihnachtsmann ausgeliehen und nie zurückgebracht.“
Der Nikolaus besucht den Kindergarten. Zwanzig Kinder singen ihm ein Lied vor, und zwar zwanzig verschiedene gleichzeitig.
Der Nikolaus strahlt: „So viele Lieder auf einmal hat mir noch nie jemand geschenkt.“
Mia drückt dem Nikolaus ihren Wunschzettel in die Hand. „Der ist doch für den Weihnachtsmann“, sagt der Nikolaus.
„Ich weiß. Kannst du ihn trotzdem mitnehmen? Ihr arbeitet doch in derselben Firma.“
Was hält aus dem Nikolausstiefel am längsten?
Die Walnüsse. Bei uns liegen sie noch im Februar in der Obstschale.
Knecht Ruprecht stöhnt: „Chef, warum müssen wir eigentlich immer zu Fuß gehen?“
Der Nikolaus: „Weil der Weihnachtsmann seine Rentiere nicht verleiht.“
Opa erzählt: „Früher hat mir der Nikolaus nur einen Apfel und drei Nüsse gebracht.“
Sein Enkel schaut ihn mitfühlend an: „Was hattest du denn angestellt?“
Nach dem Nikolaustag stehen zwei Schokoladen-Nikoläuse übrig im Supermarktregal. „Was wird jetzt aus uns?“, fragt der eine.
„Keine Sorge. Ich hab gehört, im Frühling kriegen wir lange Ohren.“
Warum sind Schokoladen-Nikoläuse innen hohl?
Damit man drei davon essen kann und hinterher ehrlich sagt: „Da war ja fast nichts drin.“
Wie isst man einen Schokoladen-Nikolaus richtig?
Schnell. Bevor die große Schwester fragt, ob man teilt.
Warum putzen Kinder nur am 5. Dezember freiwillig ihre Schuhe?
An allen anderen Tagen ist am nächsten Morgen ja nur Sand drin.
Welche Laus haben alle Kinder gern?
Die Niko-Laus. Die bringt nämlich Schokolade mit.
Wer am Nikolausabend mit Kindern auf dem Sofa sitzt, merkt schnell, welche Witze ankommen. Am besten laufen die, in denen sich Kinder selbst wiedererkennen, zum Beispiel beim Gedicht, das plötzlich weg ist, oder beim Verhandeln mit der großen Schwester. Unser Lieblingswitz auf dieser Seite ist der mit dem Wunschzettel. Mia drückt dem Nikolaus ihren Zettel für den Weihnachtsmann in die Hand, weil die beiden ja in derselben Firma arbeiten. Kinder finden das völlig logisch. Erwachsene müssen kurz überlegen, was sie darauf eigentlich antworten sollen.
Für Kindergartenkinder eignen sich kurze Witze mit einem klaren Bild im Kopf: der Nikolaus, den sein eigener Bart kitzelt, oder die Mandarine, die aus dem Flip-Flop kullert. Grundschulkinder mögen es schon etwas mehr um die Ecke gedacht. Beim Unterschied zwischen Nikolaus und Weihnachtsmann, „ungefähr achtzehn Tage und ein Schlitten“, zählen viele erst mal an den Fingern nach und freuen sich dann doppelt, wenn die Rechnung aufgeht. Noch mehr Witze für das Alter zwischen Kita und Klassenfahrt findest du bei unseren Kinderwitzen.
Lies die Witze nicht einfach herunter, sondern spiel sie ein bisschen. Bei den Dialogen kannst du die Stimme verstellen, tief und gemütlich für den Nikolaus, etwas brummig für Knecht Ruprecht. Vor der Pointe eine kleine Pause, dann sitzt sie besser. Noch mehr Spaß macht es, wenn die Kinder die Rollen selbst übernehmen. Ein Kind ist der Nikolaus, ein anderes ist Leon mit seiner Frage, was Mama denn erzählt hat. So passen Witze zum Nikolaustag auch gut in den Morgenkreis im Kindergarten oder in die Adventsstunde in der Grundschule. Wenn ein Kind die Pointe beim Nacherzählen verdreht, ist das oft der lustigste Moment des ganzen Abends. Wer danach noch mehr zum Mitmachen sucht, probiert es mit Klopf-Klopf-Witzen. Dort klopft übrigens auch der Nikolaus schon an.
Knecht Ruprecht gehört in vielen Familien zum Nikolausabend dazu, und manche Kinder finden ihn mit seinem dunklen Bart und dem großen Sack ein bisschen unheimlich. In unseren Witzen ist er deshalb ein ganz netter Kerl. Er hat seine Brille vergessen, er stöhnt über den langen Fußweg, und am Ende sitzt er auf dem leeren Sack und isst die Nüsse, die keiner wollte. Der Witz mit der Brille ist bei ängstlichen Kindern Gold wert. Ruprecht guckt nur deshalb so grimmig, weil er ohne Brille den Namen im goldenen Buch nicht lesen kann. Nach so einem Witz sieht der Mann im dunklen Mantel gleich viel freundlicher aus.
Das Stiefelputzen am Abend des 5. Dezember ist für viele Kinder einer der schönsten Momente im Advent. Es wird geschrubbt, gewienert und mehrmals kontrolliert, ob der Stiefel auch wirklich vor der richtigen Tür steht. Emma aus unserem Witz putzt gleich alle Schuhe, die sie besitzt, in der Hoffnung, dass der Nikolaus dann nicht nach ihrem Zimmer fragt. Den Gedanken kennen auch Erwachsene. Wer an einer Stelle besonders ordentlich ist, hofft insgeheim, dass keiner unter das Bett schaut.
Und dann die Schokolade. Rund um den 6. Dezember stehen Schokoladen-Nikoläuse in jedem Regal, und ob man beim Bart oder bei den Stiefeln anfängt, wird in manchen Familien ernsthaft diskutiert. Unser Witz mit den zwei übrig gebliebenen Nikoläusen, die im Frühling lange Ohren bekommen, bringt Kinder gern auf die Frage, ob das wirklich so ist. Ob aus Nikoläusen tatsächlich Osterhasen werden, wissen wir nicht. Lustig ist die Vorstellung allemal.
Viele Kinder bringen die beiden irgendwann durcheinander, und das ist auch kein Wunder. Beide haben einen weißen Bart, beide bringen Süßes. Der Nikolaus kommt am 6. Dezember, trägt eine hohe Bischofsmütze und einen Stab und füllt die Stiefel. Der Weihnachtsmann kommt an Heiligabend mit Schlitten und roter Zipfelmütze, und in vielen Familien bringt an diesem Abend stattdessen das Christkind die Geschenke. Unsere Nikolaus Witze machen aus dem Durcheinander einen Spaß. Der Nikolaus hat nur ein „Ho“, weil sich der Weihnachtsmann die anderen beiden ausgeliehen hat, und seine Rentiere verleiht der Weihnachtsmann sowieso nicht. Wer nach dem 6. Dezember weiterlachen will, findet bei den Weihnachtswitzen Nachschub bis Heiligabend.
Für viele Kinder ist das Gedicht der aufregendste Teil des Abends. Wochenlang wird geübt, und wenn der Nikolaus dann wirklich im Wohnzimmer steht, ist der Kopf plötzlich leer. Ein paar Witze vorher können da helfen. Lena, die den Rest ihres Gedichts per Sprachnachricht schicken will, und Tim, der erst mal wissen möchte, wie viel Schokolade noch im Sack ist, nehmen dem Moment den Druck. Erzähl einen davon am Nachmittag, bevor es klingelt. Wer schon über ein vergessenes Gedicht gelacht hat, hat weniger Angst, selbst eins zu vergessen. Falls noch ein kurzes Gedicht mit Augenzwinkern fehlt: Bei unseren lustigen Weihnachtsgedichten sind einige dabei, die auch Erstklässler bis zum Nikolaustag auswendig können.
Beim goldenen Buch wird es spannend, denn darin steht angeblich alles, was im Jahr so passiert ist. In unseren Witzen sind die Kinder dabei ein bisschen frech. Max will wissen, ob im Buch auch steht, wer mit dem Streit angefangen hat, und Leon fragt erst mal nach, was Mama eigentlich erzählt hat. Bestraft wird dafür niemand. Witze, in denen mit der Rute gedroht wird, haben wir bewusst weggelassen. Nikolauswitze für Kinder sollen Vorfreude machen, und Angst hat dabei nichts verloren.
Ganz ohne Erwachsene geht es natürlich auch hier nicht. Der Witz mit Opa, der früher nur einen Apfel und drei Nüsse bekommen hat, funktioniert am besten, wenn Opa selbst mit am Tisch sitzt und gerade von früher erzählt hat. Wenn er dann mitlacht, hat sich der Witz gelohnt. Weitere Witze über Großväter und ihre Geschichten gibt es bei den Opa-Witzen.