Warum kauft man Dinge die man nicht braucht?
Weil sie im Angebot sind. Das spart Geld.
Geldwitze handeln von dem, was am Monatsende fehlt: vom leeren Konto, vom Sparen, das nie so richtig klappt, und vom Sonderangebot, das angeblich Geld spart. Hier findest du kurze Fragen, Dialoge mit Chef, Steuerberater und Finanzberater und ein paar kleine Geschichten über Reiche und weniger Reiche. Viele verstehen schon Jugendliche mit dem ersten Taschengeld, einige treffen erst richtig, wenn man selbst Miete zahlt.
Warum kauft man Dinge die man nicht braucht?
Weil sie im Angebot sind. Das spart Geld.
Warum spart man Geld?
Damit man es später für Dinge ausgeben kann die man früher nicht kaufen wollte.
Fragt der Chef: "Wie viel wollen Sie verdienen?"
Mitarbeiter: "Genug." Chef: "Definieren Sie genug." "Mehr als jetzt."
Warum ist Gehaltserhöhung das schönste Wort?
Weil man es so selten hört.
Fragt der Steuerberater: "Haben Sie Belege?"
Kunde: "Ich dachte das machen Sie." Steuerberater: "Nein." "Dann wozu bin ich hier?" Stille.
Was ist der Unterschied zwischen arm und broke?
Broke ist temporär. Arm klingt nach Charakter.
Warum ist das Konto immer leer am Monatsende?
Weil der Monat zu lang ist.
Fragt der Finanzberater: "Was sind Ihre Ziele?"
Antwort: "Miete zahlen." "Langfristig?" "Auch."
Was ist ein Budget?
Ein Plan dafür wie man das Geld ausgibt das man nicht hat.
Was ist der Unterschied zwischen einem reichen und einem armen Mann?
Ein paar Fehler.
Was ist Inflation?
Wenn das Geld das man hat weniger wert ist als das Geld das man nicht hat.
Was macht ein Millionär wenn er schlecht drauf ist?
Er kauft was. Was macht jemand ohne Geld wenn er schlecht drauf ist? Er schaut was der Millionär gekauft hat.
Geld allein macht nicht glücklich.
Aber im Taxi weint es sich deutlich bequemer als im Bus.
Ein Mann findet eine Brieftasche mit 500 Euro und bringt sie dem Besitzer zurück. Der zählt nach und stutzt: „Komisch. Da waren fünf Hunderter drin, jetzt sind es zehn Fünfziger.“
„Stimmt. Beim letzten Mal konnte mir der Besitzer keinen Finderlohn geben, weil er es nicht kleiner hatte.“
Wie kommt man am schnellsten zu einem kleinen Vermögen?
Man fängt mit einem großen an.
Am Monatsende ist mein Portemonnaie wie ein Geschichtsbuch.
Kein Geld mehr drin, aber lauter Kassenzettel, die genau belegen, wo es geblieben ist.
Über Geld spricht man nicht gern. Beim Gehalt wird geschwiegen, beim Erbe gestritten, und nach dem Essen im Restaurant wird umständlich auf den Cent genau geteilt. In einem Witz darf das Thema dagegen auf den Tisch, und alle nicken, weil sie die Lage kennen. Der Witz mit dem Konto, das am Monatsende leer ist, weil der Monat zu lang ist, klingt wie eine Ausrede und ist für viele trotzdem die ehrlichste Erklärung. Die besten Witze über Finanzen treffen deshalb jeden, ob Sparfuchs, Schnäppchenjäger oder jemand, der seinen Kontostand lieber gar nicht erst nachschaut.
Die meisten Geldwitze arbeiten mit der Lücke zwischen Plan und Wirklichkeit. Man will sparen und kauft dann drei Sachen im Angebot, weil das ja Geld spart. Man macht ein Budget und merkt, dass es nur festhält, wie man Geld ausgibt, das man gar nicht hat. Über solche Witze lacht man, weil man sich darin wiederfindet, und das tut deutlich weniger weh als ein Blick auf den eigenen Kontoauszug.
Eine zweite Gruppe spielt mit dem Unterschied zwischen viel und wenig Geld. Der Millionär, der aus schlechter Laune etwas kauft, und der Mensch ohne Geld, der ihm dabei zuschaut, sind ein schönes Paar. Auch der Spruch, dass Geld allein nicht glücklich macht, bekommt bei uns eine Pointe, die jeder versteht, der schon mal im Bus saß und schlechte Laune hatte. Gemein ist das nicht, denn beide Seiten bekommen etwas ab. Der kürzeste Witz zu diesem Thema steht ebenfalls oben: Zwischen reich und arm liegen nur ein paar Fehler. Den kann man in beide Richtungen lesen, und über die Richtung lässt sich am Stammtisch prima streiten.
Geldwitze funktionieren fast überall, wo Erwachsene zusammensitzen. Im Büro passt der Witz mit der Gehaltsfrage, bei der der Mitarbeiter auf „Mehr als jetzt“ besteht, allerdings besser in die Kaffeeküche als ins Jahresgespräch. Beim Familienessen kommt die Geschichte mit der Brieftasche und dem Finderlohn gut an, weil sie eine kleine Handlung hat und die Wendung erst ganz am Schluss kommt.
Für jüngere Kinder sind Geldwitze nur bedingt etwas, weil vieles mit Steuern, Krediten und Miete zu tun hat. Den Witz mit dem kleinen Vermögen, das man am schnellsten aus einem großen macht, versteht man aber schon mit zehn, spätestens wenn das erste Taschengeld nach zwei Tagen weg ist.
Beim Erzählen hilft Understatement. Wer den Witz über die Inflation mit ernster Miene vorträgt, wie ein Sprecher in den Abendnachrichten, bekommt mehr Lacher als mit breitem Grinsen. Und bei Dialogen wie dem mit dem Steuerberater, der nach Belegen fragt, lohnt sich die kurze Stille am Ende. Die ist dort Teil der Pointe.
Wer über Gebühren und Zinsen lachen möchte, findet bei den Bankerwitzen die passende Ergänzung. Die Frage nach mehr Gehalt taucht auch in den Chefwitzen immer wieder auf. Über Leute, die jeden Cent dreimal umdrehen, gibt es eigene Seiten: die Schwabenwitze und die Schottenwitze, beide liebevoll gemeint.