Was sagt man auf einer makabren Party?
"Zum Wohl." Alle wissen was das bedeutet. Keiner sagt es.
Makabre Witze kreisen um das Ende, um Friedhof und Bestatter, um Testamente, Grabsteine und den Sensenmann, der auch nur seinen Job macht. Sie sind dunkel, aber selten gemein, und ihre Pointe kommt meist aus einem ganz nüchternen Blick auf den Tod. Echte Unglücke bleiben draußen, genauso wie Witze auf Kosten von Kranken oder ganzen Gruppen.
Was sagt man auf einer makabren Party?
"Zum Wohl." Alle wissen was das bedeutet. Keiner sagt es.
Fragt der Arzt: "Haben Sie ein Organ gespendet?"
Patient: "Noch nicht." Stille.
Was hat ein Skelett als Lieblingsessen?
Rippchen. Was sonst.
Warum heißt es Halbzeit beim Fußball?
Weil die andere Hälfte noch kommt. Das gilt auch für anderen Dingen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Pessimisten und einem Optimisten?
Der Optimist denkt das Glas ist halbvoll. Der Pessimist hat recht.
Mein Opa starb wie er gelebt hat.
Ruhig. Während die anderen im Auto schrien.
Warum machen Skelette keinen Sport?
Sie haben keinen Biss mehr. Und keine Muskeln.
Was sagt man wenn jemand fragt wie alt man werden will?
"Älter als heute." Das ist immer die richtige Antwort.
Warum weinen alle bei einer Beerdigung?
Weil der der lacht erklärt werden muss warum.
Was sagt ein Zombie wenn er gut drauf ist?
"Heute läuft es." Wörtlich.
Fragt der Arzt: "Soll ich Ihnen die Wahrheit sagen?"
Patient: "Ja." Arzt: "Dann kaufen Sie kein Jahresabo mehr."
Was ist der Vorteil einer Beerdigung?
Man trifft alte Bekannte. Manche von denen kannte man nicht mal.
Ein Bestatter und ein Arzt treffen sich.
Arzt: "Wie läuft das Geschäft?" Bestatter: "Sie schicken immer."
Der Sensenmann klingelt bei Oma Erna: „Ich bin gekommen, um dich zu holen.“
Oma: „Dann zieh dir erst mal die Schuhe aus. Ich hab gerade gewischt.“
Ein Mann liest beim Frühstück seine eigene Todesanzeige. Sofort ruft er seinen besten Freund an: „Hast du heute schon Zeitung gelesen?“
„Ja. Sag mal, von wo rufst du eigentlich an?“
Bei der Testamentseröffnung liest der Notar vor: „Und meinem Schwager, der sich immer gewünscht hat, in meinem Testament erwähnt zu werden …“
„Hallo Jürgen.“
Woran erkennt man einen guten Bestatter?
Er schaut auch dann betroffen, wenn das Quartal richtig gut läuft.
Treffen sich zwei Jäger.
Beide tot.
Makaber nennt man etwas, das mit Tod und Vergänglichkeit spielt und dabei einen leicht gruseligen Beigeschmack hat. Makabre Witze machen aus dem Sterben eine Alltagssache. Der Sensenmann klingelt wie ein Vertreter an der Haustür, Oma Erna verlangt, dass er erst die Schuhe auszieht, und der Bestatter schaut auch dann betroffen, wenn das Quartal hervorragend läuft. Komisch wird es, weil alle so tun, als wäre das Ende eben auch nur ein Termin. In den Witzen auf dieser Seite wird diese Gelassenheit oft auf die Spitze getrieben, bis selbst der Tod nur noch Nebensache ist.
Viele dieser Witze haben eine zweite Ebene, die erst beim Nachdenken klickt. Bei der eigenen Todesanzeige in der Zeitung fragt der Freund nicht, ob alles in Ordnung ist. Er will wissen, von wo der Anruf kommt. Diese kleine Verschiebung reicht schon. Bei „Treffen sich zwei Jäger. Beide tot.“ trägt sogar ein einziges Wort die ganze Pointe, weil „treffen“ zwei Bedeutungen hat.
Andere Witze nehmen die Sprache rund um den Tod einfach wörtlich. Das Skelett isst am liebsten Rippchen, und beim Zombie, der gut drauf ist, läuft es heute. Diese Witze sind die harmlosesten auf der Seite und kommen auch bei Jugendlichen an, die mit dem Thema sonst wenig anfangen können.
Schwarzer Humor ist das größere Feld. Dazu gehören Witze über Krankheit, Unfälle, Pech und alles, was man eigentlich nicht lustig finden dürfte. Makabre Witze sind der Teil davon, der sich um Tod, Beerdigung und Erbe dreht, oft mit einer Prise Grusel wie bei Skeletten und Zombies. Innerhalb dieses Feldes sind sie oft die ruhigeren Vertreter, weil sie weniger auf den Schock zielen als auf das Schmunzeln über Erbstreit, Bürokratie und Trauerfeiern, die ein bisschen anders laufen als geplant. Bodenlose Witze können zwar auch auf dem Friedhof spielen, ihr Kern ist aber die Dreistigkeit einer Figur, etwa wenn jemand bei der Beerdigung Werbung für seinen Lieferdienst macht.
Es gibt auch eine freundlichere Seite. Wer mit Kindern über Skelette und Gespenster lachen will, ist bei den Halloween-Witzen richtig, dort bleibt alles kindgerecht. Und sobald Petrus und das Himmelstor ins Spiel kommen, landest du bei den gottlosen Witzen, die eher augenzwinkernd als düster sind.
Makabre Witze sind etwas für Erwachsene und ältere Jugendliche, die mit dem Thema entspannt umgehen können. Gut laufen sie in Runden, die sich lange kennen, beim Kartenspiel, am Stammtisch oder unter Kollegen. Wer im Rettungsdienst, in der Pflege oder im Krankenhaus arbeitet, kennt diesen Ton vielleicht aus dem Pausenraum.
Je sachlicher du erzählst, desto besser. Den Testament-Witz mit „Hallo Jürgen“ liest du am besten vor wie ein echter Notar, mit ernster Miene und einer langen Pause vor dem Namen. Ganz kurze Witze wie der mit den zwei Jägern brauchen dagegen kaum Vortrag. Sag den ersten Satz ganz normal, mach eine winzige Pause und lass die zwei Wörter danach einfach fallen. Wer an dieser Stelle noch erklärt, warum das lustig ist, nimmt dem Witz die Luft.
Die wichtigste Regel lautet: Auf einer echten Beerdigung oder kurz nach einem Trauerfall in der Runde haben makabre Witze nichts verloren. Ein paar Monate später lacht die Familie vielleicht selbst als Erste darüber, aber das entscheidet sie und nicht derjenige, der den Witz loswerden will.