„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Theo.“ „Theo wer?“
„Theo-retisch könntest du jetzt aufmachen.“
Klopf-Klopf-Witze sind oft die ersten Witze, die Kinder ganz allein erzählen können, und zwar mit riesigem Stolz. Hier findest du Klopf-Klopf-Witze für Kinder mit Namen, Tieren und Dingen aus dem Alltag, bei denen das Wortspiel auf Deutsch wirklich klappt. Am besten zu zweit lesen: Einer klopft, der andere fragt.
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Theo.“ „Theo wer?“
„Theo-retisch könntest du jetzt aufmachen.“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Gans.“ „Gans wer?“
„Gans egal, mach einfach auf!“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Kai.“ „Kai wer?“
„Kai-ne Ahnung, ich hab’s vergessen.“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Reh.“ „Reh wer?“
„Reh-genschirm vergessen! Mach schnell auf, ich werde nass.“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Echo.“ „Echo wer?“
„Echo wer? Echo wer? Echo wer?“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Wanda.“ „Wanda wer?“
„Wanda-tag ist heute! Zieh schnell deine Schuhe an.“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Ente.“ „Ente wer?“
„Ente-lich machst du auf!“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Otto.“ „Otto wer?“
„Otto-matisch geht die Tür nicht auf. Du musst schon die Klinke drücken.“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Hund.“ „Hund wer?“
„Hund-ert Mal hab ich jetzt schon geklopft!“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Die Kuh, die immer dazwischenredet.“ „Die Kuh, die immer dazwi…“
„MUUUH!“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Klaus.“ „Klaus wer?“
„Nikolaus! Hast du deine Stiefel geputzt?“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Hai.“ „Hai wer?“
„Hai-mlich wollte ich dich überraschen. Jetzt ist es raus.“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Tomate.“ „Tomate wer?“
„Hast du Tomaten auf den Augen? Ich bin’s doch!“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Hase.“ „Hase wer?“
„Hase mal eine Möhre für mich?“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Uhr.“ „Uhr wer?“
„Uhr-laub ist vorbei, ich bin wieder da!“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Willi.“ „Willi wer?“
„Willi rein! Ich muss ganz dringend aufs Klo.“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Fuchs.“ „Fuchs wer?“
„Fuchs-teufelswild werde ich gleich, wenn du nicht aufmachst!“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Isa.“ „Isa wer?“
„Isa jemand zu Hause, oder rede ich hier mit der Tür?“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Pst.“ „Pst wer?“
„Pssst! Nicht so laut, das Baby schläft.“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Dachs.“ „Dachs wer?“
„Dachs-te etwa, ich bin der Postbote?“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Huhn.“ „Huhn wer?“
„Huhn-grig bin ich! Gibt’s was zu essen?“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Eis.“ „Eis wer?“
„Eis-kalt ist es hier draußen, lass mich rein!“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Kuh.“ „Kuh wer?“
„Kuh-ckuck! Da bin ich!“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Mama.“ „Mama wer?“
„Mama auf, ich hab Kuchen dabei!“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Anna.“ „Anna wer?“
„Anna Tür steht jemand, der rein will. Nämlich ich!“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Tür.“ „Tür wer?“
„Tür-lich bin ich’s, wer denn sonst?“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Ella.“ „Ella wer?“
„Ella-fant! Mach die Tür lieber ganz weit auf.“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Lotte.“ „Lotte wer?“
„Lotte-rie gewonnen! Mach auf, ich teile mit dir.“
„Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“ „Bello.“ „Bello wer?“
„Bello-hnung gibt’s, wenn du aufmachst!“
„Weißt du in fünf Minuten noch, wer ich bin?“ „Klar.“ „Und in zehn Minuten?“ „Klar.“ „Klopf, klopf.“ „Wer ist da?“
„Was? Du hast mich schon vergessen?“
Ein Klopf-Klopf-Witz ist ein kleines Theaterstück für zwei. Einer klopft, der andere fragt „Wer ist da?“, dann kommt ein Name oder ein Wort, und nach der Rückfrage folgt die Pointe. Das Besondere daran: Der Zuhörer spielt mit. Er muss die richtigen Sätze sagen, sonst klappt der Witz nicht. Genau deshalb lieben Kinder dieses Format. Sie sind nicht nur Publikum, sie stehen selbst mit auf der Bühne.
Weil die Frage „Wer ist da?“ in jedem einzelnen vorkommt, sagen manche Kinder auch einfach Wer-ist-da-Witze dazu. Auf Englisch heißen sie Knock-Knock-Jokes, und viele schreiben bei uns schlicht Klopf Klopf Witze, ganz ohne Bindestriche. Gemeint ist immer dasselbe Spiel an der Tür.
Die Pointe steckt fast immer im Klang. Aus dem Namen Theo wird „theoretisch“, aus der Gans wird „ganz egal“, und aus dem Reh wird ein Regenschirm. Kinder merken dabei ganz nebenbei, dass Wörter aus Silben bestehen und dass ähnliche Silben ganz verschiedene Bedeutungen haben können. Das ist Sprachgefühl, nur eben die lustige Sorte. Wer daran Spaß hat, findet bei den Wortwitzen noch mehr Spiel mit Klang und Bedeutung.
Das Format stammt aus dem Englischen. Dort gibt es jede Menge Namen, die zufällig wie halbe Sätze klingen, und die Witze schreiben sich fast von selbst. Im Deutschen ist das schwieriger. Viele Klopf-Klopf-Witze, die im Netz kursieren, sind einfach wörtlich übersetzt und ergeben auf Deutsch keinen Sinn. Dann steht da eine Pointe, über die nur lachen kann, wer gut Englisch spricht.
Wir haben deshalb nur Witze genommen, die auf Deutsch wirklich klingen. Manche nutzen Umgangssprache, zum Beispiel „Hase mal eine Möhre?“, was laut gesprochen fast genauso klingt wie „Haste mal eine Möhre?“. Das ist Absicht. Klopf-Klopf-Witze werden gesprochen, nicht geschrieben, und beim Sprechen verschluckt jeder mal eine Silbe. Am besten liest man die Pointe deshalb laut vor. Dann hört man den Witz, auch wenn er auf dem Papier erst einmal komisch aussieht.
Bei ein paar Witzen ist das Wortspiel kein Name, sondern ein Geräusch oder eine kleine Rolle. Das Echo, das immer nur nachplappert, oder die Kuh, die einem mitten im Satz ins Wort fällt, funktionieren in jeder Sprache. Sie sind perfekt für die ganz Kleinen, die mit Silbenrätseln noch nicht so viel anfangen können, aber genau wissen, wie lustig es ist, wenn jemand plötzlich laut „Muh“ ruft.
Das Schönste an diesem Format ist, dass man es selbst ausprobieren kann. Grundschulkinder bekommen das meistens gut hin, mit ein bisschen Hilfe klappt es auch schon früher. Man braucht dafür nur ein gutes Ohr und ein paar Minuten Geduld. Und keine Angst vor Fehlschlägen: Auch ein Witz, der nur halb funktioniert, sorgt meistens für Gelächter, notfalls über den Erfinder selbst. Das gehört dazu und ist oft sogar das Lustigste am ganzen Spiel.
Erstens: Such dir ein längeres Wort, das mit einem Namen, einem Tier oder einem kurzen Wort anfängt. „Hundert“ beginnt mit Hund, „heimlich“ klingt am Anfang wie Hai, und „Urlaub“ wie Uhr. Am leichtesten findet man solche Wörter, wenn man sie laut vor sich hin spricht und genau auf den Anfang hört.
Zweitens: Bau um das lange Wort einen kurzen Satz, der zur Situation an der Tür passt. Jemand will rein, hat Hunger, friert oder bringt etwas mit. Drittens: ausprobieren. Wenn der Zuhörer nach der Pointe kurz überlegt und dann grinst, hat es geklappt. Wenn er nur „Hä?“ sagt, war die Silbe zu weit weg. Dann einfach das nächste Wort nehmen.
Lass dein Kind klopfen und spiel selbst den, der fragt. Auch wenn du die Pointe längst kennst, ein bisschen Überraschung im Gesicht wirkt Wunder. Und wenn ein selbst gebauter Witz nicht ganz aufgeht, macht das gar nichts. Für viele Kinder ist schon der Moment, in dem ein Erwachsener brav „Wer ist da?“ fragt, der eigentliche Witz.
Kaum ein Witz ist so praktisch für Wartezeiten. Man braucht kein Papier und kein Handy, nur zwei Leute und ein bisschen Fantasie. Auf langen Autofahrten kann man reihum klopfen lassen: Wer dran ist, denkt sich einen Witz aus, die anderen versuchen, die Pointe zu erraten, bevor sie kommt. Im Wartezimmer beim Kinderarzt vergehen zehn Minuten so deutlich schneller. Und beim Kindergeburtstag lässt sich daraus ein kleiner Wettbewerb machen, bei dem am Ende alle gewinnen, die einmal laut gelacht haben.
Wer nach den Klopf-Klopf-Witzen noch Lust auf mehr hat, findet bei den Kinderwitzen eine bunte Mischung für jedes Alter. Die Scherzfragen sind kleine Rätsel zum Mitdenken, und die Schulwitze passen perfekt in die große Pause. Tierfans sollten außerdem bei den Elefantenwitzen vorbeischauen, denn die leben genau wie Klopf-Klopf-Witze von verrückter Logik und funktionieren am besten laut erzählt. Und wer am liebsten mit herrlich flachen Pointen um sich wirft, ist bei den Flachwitzen richtig.