Beim Stubendurchgang fährt der Spieß mit dem Finger über den Spind: „Was ist das, Rekrut?“ „Staub, Herr Hauptfeldwebel.“
„Falsch. Das ist Ihr freies Wochenende.“
Bundeswehrwitze leben von Dingen, die jeder kennt, der mal in einer Kaserne war: Betten bauen um fünf Uhr morgens, Stiefel, die nie richtig passen, und ein Spieß, dem kein Staubkorn entgeht. Hier findest du Soldatenwitze aus Grundausbildung, Stube und Kleiderkammer, dazu Witze über Bürokratie und über Ausrüstung, die immer dann streikt, wenn man sie braucht. Krieg und Gewalt lassen wir dabei bewusst draußen.
Beim Stubendurchgang fährt der Spieß mit dem Finger über den Spind: „Was ist das, Rekrut?“ „Staub, Herr Hauptfeldwebel.“
„Falsch. Das ist Ihr freies Wochenende.“
Was passiert, wenn der Spieß „Freiwillige vortreten“ ruft?
Alle treten einen Schritt zurück. Wer am langsamsten war, ist der Freiwillige.
Der Ausbilder: „Rekrut Krause, ich habe Sie heute bei der Tarnübung überhaupt nicht gesehen!“
„Danke, Herr Feldwebel!“
Ein Rekrut schreibt nach der ersten Woche nach Hause: „Liebe Mama, ich mache jetzt jeden Morgen mein Bett, putze meine Stiefel und räume meinen Spind auf.“
Die Mutter schreibt zurück: „Wann kann dein Bruder anfangen?“
Was ist der Unterschied zwischen einem Beamten und einem Soldaten?
Der Soldat muss beim Warten stramm stehen.
Ein Rekrut beschwert sich in der Kleiderkammer: „Die Stiefel sind zwei Nummern zu groß!“
„Die sind richtig. Sie sind nur noch nicht reingewachsen.“
Der Zugführer fragt: „Wer von Ihnen kann Klavier spielen?“ Drei Rekruten melden sich stolz.
„Sehr gut. Im Offizierheim muss ein Klavier in den zweiten Stock.“
Warum fängt man beim Marschieren immer mit dem linken Fuß an?
Damit man den einen, der mit rechts losläuft, schon von Weitem sieht.
Ein Soldat meldet, dass sein Spind klemmt und nicht mehr aufgeht. Drei Wochen später kommt die Antwort.
„Bitte füllen Sie das Schadensformular aus. Sie finden es in Ihrem Spind.“
Was ist bei der Bundeswehr schneller als jeder Kampfjet?
Das Gerücht, dass es heute Schnitzel in der Truppenküche gibt.
„Runter, zwanzig Liegestütze!“ „Herr Feldwebel, ich schaffe nur zehn.“
„Kein Problem. Dann machen Sie eben zweimal zehn.“
Sechs Mann auf einer Stube, ein Fenster. Worüber wird jede Nacht gestritten?
Fenster auf oder zu. Drei wollen frische Luft, zwei frieren, und der Sechste schnarcht so laut, dass das Fenster von allein klappert.
Nachts kontrolliert der Offizier vom Dienst die Wache. Er findet einen Soldaten mit geschlossenen Augen und gefalteten Händen.
Der Soldat öffnet langsam ein Auge und sagt: „… Amen.“
Ein Rekrut fragt: „Warum steht der Hubschrauber schon seit Monaten in der Halle? Ist der kaputt?“
„Nein, der ist voll einsatzbereit. Es fehlt nur ein Ersatzteil, und das ist gerade in der Ausschreibung.“
Woran erkennt man beim Familienfest den Reservisten?
Nach zehn Minuten erzählt er von der Grundausbildung. Und jedes Jahr wird der Marsch ein paar Kilometer länger.
Der Spieß nach einer Woche im Gelände: „Gute Nachricht, Leute. Heute wird die Unterwäsche gewechselt!“
„Müller tauscht mit Meier, Meier tauscht mit Schulze, Schulze tauscht mit Müller.“
Welche Kanone ist beim Tag der offenen Tür in der Kaserne am beliebtesten?
Die Gulaschkanone. Vor der steht die längste Schlange.
Warum schlafen manche Rekruten in der Grundausbildung lieber auf dem Boden?
Das Bett ist für den Stubendurchgang so ordentlich gebaut, dass es keiner mehr anfassen will.
Fünf Uhr morgens. Der Unteroffizier vom Dienst reißt die Tür auf: „Guten Morgen, Stube 14!“
Aus dem oberen Bett murmelt einer: „Woher wollen Sie das jetzt schon wissen?“
Ein Rekrut fragt bei der Ausgabe, warum seine neue Regenjacke innen nass ist.
„Die ist atmungsaktiv. Die atmet den Regen ein.“
Nach dem 25-Kilometer-Marsch ruft der Feldwebel: „Wer noch Kraft hat, tritt einen Schritt vor!“
Keiner bewegt sich. Nicht einmal der Feldwebel.
Was ist der Unterschied zwischen einem Rekruten und einem Gefreiten?
Der Rekrut fragt, wo der Besen steht. Der Gefreite weiß es und sagt es keinem.
In der Kaserne ist das Klopapier alle. Der Rekrut bekommt einen Antrag auf Materialanforderung in dreifacher Ausfertigung. „Und was mache ich, bis der genehmigt ist?“
„Dafür sind die zwei Durchschläge da.“
Warum rufen sich zwei Soldaten im Manöver über hundert Meter zu, obwohl beide ein Funkgerät haben?
Rufen geht schneller. Das Funkgerät fährt noch hoch.
Welche Ausrüstung funktioniert bei der Bundeswehr immer?
Die Trillerpfeife vom Spieß. Leider.
Der Ausbilder fragt: „Was ist das Wichtigste, was Sie hier lernen?“ „Disziplin, Herr Feldwebel!“ „Und das Zweitwichtigste?“
„Nicht aufzufallen, wenn mal keine da ist.“
Was gibt es montags in der Truppenküche?
Das, was am Freitag übrig geblieben ist. Nur mit neuem Namen.
Woran erkennt man den Spieß, ohne auf die Schulterklappen zu schauen?
Er ist der Einzige, der um fünf Uhr morgens schon gute Laune hat.
Warum braucht der Rekrut für die Tarnschminke so lange?
Er will auf dem Gruppenfoto trotzdem gut aussehen.
Warum hat der Panzer jetzt ein Navi?
Damit er den Weg zur Werkstatt allein findet.
Fast jeder, der beim Bund war, hat ein paar Geschichten auf Lager, und mit jedem Familienfest werden sie ein bisschen besser. Bundeswehrwitze leben von diesen Erinnerungen. Es geht um Dinge, die man nur kennt, wenn man selbst in einer Kaserne geschlafen hat. Das Bett, das ohne eine einzige Falte gebaut sein muss, der Spind, in dem jedes Hemd auf Kante liegt, und das Wecken um fünf, das auch nach Wochen noch wehtut. Wer das erlebt hat, lacht über Soldatenwitze anders als jemand, der die Bundeswehr nur aus den Nachrichten kennt.
Krieg, Waffen und Gewalt lassen wir bei unseren Militärwitzen bewusst weg. Darüber gibt es nichts zu lachen, und vermissen wird es hier auch keiner. Der Humor beim Bund steckt ohnehin im Alltag. Er steckt in der Kleiderkammer, die Stiefel in jeder Größe ausgibt, nur nicht in der eigenen, in der Truppenküche, in der Hierarchie mit ihren vielen Dienstgraden und in einer Verwaltung, die für jeden Handgriff das passende Formular hat.
Der Spieß ist der Kompaniefeldwebel, oft ein Hauptfeldwebel, und zuständig für alles, was mit Ordnung, Dienstplan und Disziplin zu tun hat. Viele Witze über die Bundeswehr drehen sich um ihn. Er fährt beim Stubendurchgang mit dem Finger über den Spind, findet ein Staubkorn und streicht dafür das freie Wochenende. Rekruten fürchten ihn, erfahrene Soldaten wissen, dass ohne ihn in der Kompanie nichts läuft. Im Witz ist er ein bisschen wie der strenge Chef, den man insgeheim respektiert. Wer solche Figuren mag, findet bei den Chefwitzen Verwandtschaft.
Die Grundausbildung ist für die meisten der Moment, in dem sich das Leben schlagartig ändert. Plötzlich gibt es feste Zeiten zum Aufstehen, Essen und Schlafen, und die eigene Meinung macht erst mal Pause. Man lernt Betten bauen, Stiefel putzen und im Gleichschritt marschieren, ohne über die eigenen Füße zu stolpern. Wer mit links anfangen soll und mit rechts losläuft, fällt sofort auf, und der Ausbilder sieht es auch aus fünfzig Metern Entfernung.
Auf der Stube schlafen mehrere Rekruten zusammen, und dort entstehen die Freundschaften und die meisten Geschichten. Gestritten wird über das Fenster, über den Schnarcher im oberen Bett und darüber, wer heute mit dem Stubendienst dran ist. Der Witz mit dem Brief nach Hause trifft diesen Alltag ziemlich gut. Der Sohn, der daheim nie aufgeräumt hat, macht plötzlich jeden Morgen sein Bett, und die Mutter fragt sich, wann der jüngere Bruder anfangen kann. Den erzählst du am besten bei der Familienfeier, wenn der Neffe gerade seine Grundausbildung angefangen hat.
Märsche mit vollem Gepäck gehören zu jeder Ausbildung, und sie haben eine seltsame Eigenschaft. Je länger sie zurückliegen, desto länger werden sie. Wer mit Opa oder Papa am Tisch sitzt, hört von Märschen durch Schnee und Regen, bei denen aus zwanzig Kilometern über die Jahre locker vierzig geworden sind. Wir finden, solche Geschichten gehören in jede Familie, und unterbrechen sollte man sie nur, wenn der Kaffee kalt wird. Ein paar passende Witze über die Älteren am Tisch gibt es bei den Opa-Witzen.
Die Bundeswehr ist eine große Behörde, und das merkt man. Für fast alles gibt es eine Vorschrift, einen Dienstweg und einen Antrag, der irgendwo auf einem Schreibtisch liegt. Der Witz mit dem klemmenden Spind und dem Formular, das ausgerechnet darin liegt, bringt das schön auf den Punkt. Wer so etwas schon im Rathaus erlebt hat, wird bei den Beamtenwitzen viel wiedererkennen. Zwischen Kaserne und Amt ist der Unterschied manchmal kleiner, als man denkt. Beim Bund muss man beim Warten wenigstens stramm stehen.
Dazu kommt die Ausrüstung. Über Hubschrauber, die auf Ersatzteile warten, Funkgeräte, die nur auf kurze Entfernung funktionieren, und Regenjacken, die innen nasser sind als außen, wird in Kasernen gern gelästert. Am liebsten erzählen die Soldaten solche Witze selbst, schließlich sind sie es, die am Ende im Regen stehen. Böse gemeint ist das selten. Es ist eher die Art, wie man mit Dingen umgeht, die man allein nicht ändern kann.
Uniform tragen nicht nur Soldaten. Auch Polizei und Feuerwehr haben ihre Dienstgrade, ihre Vorschriften und ihre eigenen Witze, und an vielen Stellen ähneln sie sich. Wenn dir die Witze auf dieser Seite gefallen, lohnt sich ein Blick auf die Polizistenwitze und die Feuerwehrwitze. Bei der Feuerwehr kommt noch ein Piepser dazu, der zuverlässig beim Essen losgeht.
Militärwitze kommen am besten an, wenn sie nah am Alltag bleiben. Ein bisschen Fachsprache hilft, also Spieß, Stube, Spind und Kleiderkammer, aber übertreiben musst du es nicht. Bei Leuten, die nie gedient haben, erklärst du kurz, wer der Spieß ist, dann sitzt die Pointe trotzdem. Bei ehemaligen Soldaten kannst du dir das sparen, die lachen oft schon, bevor du fertig bist. Und wenn auf der Feier aktive Soldaten sind, bleib beim Bettenbau und bei der Kleiderkammer und lass ernste Themen weg. Dann lachen alle mit.