Ein Städter steht auf der Weide und fragt: „Warum hat diese Kuh keine Hörner?“
Der Bauer: „Manche werden ohne geboren, manchen werden sie abgenommen. Und die hier hat keine, weil sie ein Pferd ist.“
Bauernwitze sind so alt wie der erste Misthaufen und dabei kein bisschen müde. Hier findest du Witze über Bauern, ihre Kühe und ihren Traktor, über den Tierarzt im Stall und über Städter, die auf dem Land zum ersten Mal Gummistiefel tragen. Meistens gewinnt am Ende der Bauer, denn der ist fast immer schlauer, als der Besuch aus der Stadt denkt.
Ein Städter steht auf der Weide und fragt: „Warum hat diese Kuh keine Hörner?“
Der Bauer: „Manche werden ohne geboren, manchen werden sie abgenommen. Und die hier hat keine, weil sie ein Pferd ist.“
Ein Berater hält am Weidezaun: „Wenn ich Ihnen genau sage, wie viele Schafe Sie haben, bekomme ich dann eins?“ Der Bauer nickt. Der Berater tippt kurz auf seinem Tablet, nennt die richtige Zahl und packt sich ein Tier unter den Arm.
Der Bauer: „Wenn ich Ihren Beruf errate, krieg ich's zurück? Sie sind Unternehmensberater. Sie kommen ungefragt, erzählen mir, was ich schon weiß, und haben gerade meinen Hund genommen.“
Der Tierarzt gibt dem Bauern eine große Tablette und ein Rohr: „Stecken Sie das Rohr der Kuh ins Maul und pusten Sie die Tablette hinein.“ Am nächsten Tag sieht der Bauer ganz blass aus.
„Was ist passiert?“ „Die Kuh hat zuerst gepustet.“
Ein Wanderer fragt den Bauern: „Gibt es heute noch Regen?“ Der Bauer schaut aufs Handy und reibt sich das Knie.
„Die App sagt nein. Mein Knie sagt ja. Ich hol die Wäsche rein.“
Wann ist ein Bauer mit dem Wetter zufrieden?
Nie. Und wenn es doch mal passt, sagt er: „Das rächt sich noch.“
Warum kennt der Bauer jede seiner Kühe beim Namen?
Damit er weiß, über wen er sich gerade ärgert.
Ein Stadtkind sieht zum ersten Mal eine echte Kuh.
„Mama, die ist ja kaputt! Die ist gar nicht lila.“
Ein Zugezogener beschwert sich beim Bauern: „Ihr Hahn kräht jeden Morgen um fünf!“
„Stimmt. Der wohnt hier aber auch schon länger als Sie.“
Ein Städter steigt aus dem Auto, atmet tief ein und schwärmt: „Ah, frische Landluft!“
Der Bauer: „Nee, das ist Gülle. Die Landluft kommt erst nächste Woche.“
Im Hofladen hängt ein Schild: „Kasse des Vertrauens“.
Darunter ein zweites: „Kamera auch.“
Warum sind die Eier im Hofladen teurer als im Supermarkt?
Weil hier jedes Huhn einen Namen hat. Und Gertrud legt nicht für jeden.
Was ist der Unterschied zwischen den Gummistiefeln vom Bauern und denen vom Städter?
Die vom Städter haben ein Muster. Die vom Bauern haben eine Geschichte.
Was ist der Unterschied zwischen Erntehelfer und Fitnessstudio?
Im Fitnessstudio zahlst du dafür, dass dir alles wehtut. Als Erntehelfer bekommst du sogar Geld.
Warum läuft im Kuhstall Musik?
Damit die Kühe entspannt sind. Bei Schlager geben sie mehr Milch, bei Heavy Metal gleich Butter.
Ein Kind fragt den Bauern: „Wo kommt die Milch her?“ „Von der Kuh.“
„Und die H-Milch? Von der H-Kuh?“
Ein Sportwagen bleibt auf dem Feldweg im Schlamm stecken. Der Bauer zieht ihn mit dem Traktor raus und verlangt fünfzig Euro. Der Fahrer: „Bei den Preisen ziehen Sie wohl Tag und Nacht Autos raus.“
„Nein. Nachts muss ich den Weg wässern.“
Ein Tourist fragt: „Was machen Sie eigentlich im Winter, wenn nichts wächst?“
„Das Gleiche wie im Sommer. Nur im Dunkeln.“
Wie viele Stunden arbeitet ein Bauer am Tag?
Zwölf im Stall und auf dem Feld. Und dann noch vier am Schreibtisch, um die zwölf zu dokumentieren.
Warum braucht ein Traktor kein Navi?
Er fährt sowieso dahin, wo keine Straße ist.
Der junge Bauer hat jetzt Melkroboter, GPS-Traktor und eine Drohne fürs Feld.
Trotzdem ruft er bei jeder dunklen Wolke seinen Vater an und fragt, ob er noch mähen kann.
Der Bauernsohn kommt vom Agrarstudium zurück: „Papa, ich weiß jetzt alles über Bodenqualität, Fruchtfolge und Marktpreise.“
Der Vater drückt ihm eine Mistgabel in die Hand: „Wunderbar. Dann weißt du ja auch, wo der Mist hinkommt.“
Die Bäuerin fragt: „Was machen wir an unserem Hochzeitstag?“
„Was Romantisches. Ein Abend zu zweit bei Taschenlampenlicht. Im Stall, die Kuh kalbt.“
Ein Bauer gewinnt eine Million im Lotto. Was macht er damit?
„Landwirtschaft. So lange, bis das Geld weg ist.“
Ein Städter lästert: „Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln.“
Der Bauer: „Stimmt. Und die schlauesten Städter kaufen sie mir im Hofladen ab.“
Wann hat ein Milchbauer frei?
Sonntags. Zwischen dem Melken am Morgen und dem Melken am Abend.
Wann war der Bauer zuletzt im Urlaub?
„Letztes Jahr. Zwei Tage auf der Landmaschinenmesse.“
Welche Bauernregel stimmt immer?
„Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist.“
Ein Kind aus der Stadt fragt den Bauern: „Was machen Sie mit dem ganzen Mist?“ „Den fahr ich aufs Erdbeerfeld.“
„Echt? Wir essen unsere Erdbeeren immer mit Sahne.“
Hinter dem Traktor hupt eine lange Autoschlange.
Der Bauer winkt freundlich zurück. So viele Fans hatte er beim Erntedankfest noch nie.
Was ist ein Bauer ohne Traktor?
Ein Spaziergänger mit sehr viel Grundbesitz.
Bauernwitze gibt es, seit es Bauern und Städter gibt, und beide Seiten liefern zuverlässig Nachschub. Der Bauer steht um fünf im Stall, kennt jede Kuh beim Namen und riecht am Morgen, ob es später regnet. Der Städter kommt am Wochenende mit nagelneuen Gummistiefeln, will frische Landluft und wundert sich über den Geruch. Aus diesem Zusammenstoß entstehen seit Generationen die besten Pointen.
Ob man sie nun Bauer Witze oder Landwirt Witze nennt: Fast alle drehen sich um dieselben Dinge. Kühe mit mehr Charakter als mancher Nachbar, ein Traktor, der immer dann auf der Landstraße fährt, wenn man es eilig hat, und ein Wetter, mit dem kein Bauer jemals ganz zufrieden ist. Weil das Landleben in jeder Region ein bisschen anders klingt, lohnen sich auch die Bayernwitze und die Schwabenwitze.
Eine Figur taucht in Bauernwitzen immer wieder auf: der Bauer, der sich dümmer stellt, als er ist. Er lässt den Besuch aus der Stadt erst mal reden, nickt freundlich und dreht ihm dann mit einem einzigen Satz das Wort im Mund herum. Im Deutschen gibt es dafür sogar ein eigenes Wort: Bauernschläue. Gemeint ist kein Wissen aus Büchern, sondern ein Menschenverstand, der sich nicht so leicht hinters Licht führen lässt. Das hat Tradition. Schon bei den Brüdern Grimm legt ein Bauer den Teufel herein, indem er ihm bei der Ernte einmal das verspricht, was über der Erde wächst, und im Jahr darauf das, was darunter liegt. Der Teufel bekommt erst Rübenblätter und dann Stoppeln. Wortkarge Schlitzohren dieser Art gibt es auch bei den Ostfriesenwitzen.
Die meisten Bauernwitze leben vom Zusammenprall zweier Welten. Auf der einen Seite der Städter, der Milch nur aus dem Kühlregal kennt, beim ersten Hahnenschrei senkrecht im Bett sitzt und sich wundert, wie groß Kühe in echt sind. Auf der anderen Seite der Bauer, der seit Jahrzehnten ohne Wecker aufsteht, weil der Stall ihn ruft. Beide schauen sich mit einer Mischung aus Neugier und Unverständnis an, und genau da wird es lustig.
Seit immer mehr Städter aufs Land ziehen, hat das Thema neuen Schwung bekommen. Plötzlich gibt es Beschwerden über krähende Hähne, läutende Kirchenglocken und Kuhglocken auf der Weide. In Frankreich hat man daraus sogar ein Gesetz gemacht: Dort gelten Hahnenschrei, Kuhglocken und Stallgeruch inzwischen als schützenswertes Erbe des Landlebens.
Und dann ist da noch der Tierarzt, der auf jedem Hof eine Sonderrolle hat. Er kommt nachts um drei, wenn eine Kuh kalbt, steht bis zu den Knien im Stroh und weiß über die Tiere oft mehr als über die eigene Familie. Kein Wunder, dass er in vielen Bauernwitzen auftaucht, meistens als einziger Besuch, den der Bauer wirklich gern sieht. Hauptsache, die Rechnung kommt erst nach der Ernte.
Kaum ein Beruf hängt so sehr vom Wetter ab wie die Landwirtschaft, deshalb haben Bauern ihre Beobachtungen über Jahrhunderte in Reime gepackt. „Abendrot, Schönwetterbot“ kennt fast jeder, und „Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun und Fass“ hört man auf dem Land bis heute. Manche dieser Regeln liegen erstaunlich oft richtig, zum Beispiel die Siebenschläfer-Regel, nach der sich das Wetter Ende Juni für mehrere Wochen festlegt. Viele dieser Regeln hängen an Heiligentagen, weil man sich wichtige Termine im Jahr früher über die Namenstage gemerkt hat.
Genau deshalb sind Bauernregeln ein dankbares Ziel für Parodien. „Regnet's im Mai, ist der April vorbei“ stimmt zum Beispiel immer. Und die zuverlässigste Wetterstation auf jedem Hof ist sowieso die Kuh auf der Weide: Liegt sie, kommt Regen. Steht sie, kommt auch Regen, nur später. Wer einen Opa vom Land hat, kennt die meisten dieser Sprüche auswendig, und passende Opa-Witze gibt es bei uns auch.
Der moderne Bauernhof hat mit dem Bilderbuch nur noch wenig zu tun. Im Stall arbeitet ein Melkroboter, der Traktor lenkt per GPS fast von allein, und abends sitzt der Landwirt am Rechner und füllt Anträge aus. Für Witze ist das ein Geschenk: Wer früher nur mit dem Wetter gehadert hat, hadert heute zusätzlich mit dem Funkloch im Stall und den Formularen vom Amt. Witze vom Bauernhof funktionieren deshalb heute genauso gut wie früher, nur mit mehr Technik.
Gleichzeitig ist der Hofladen beliebter denn je. Eier, Kartoffeln, Honig und Marmelade stehen im Regal, oft mit einer Kasse des Vertrauens daneben. Manche Höfe haben inzwischen sogar eine Milchtankstelle oder einen Eierautomaten an der Straße, die rund um die Uhr geöffnet haben. Die Hühner finden das mit den Öffnungszeiten übrigens weniger lustig. Städter fahren extra raus, um frisch einzukaufen, und erzählen am Montag im Büro, wie bodenständig sie jetzt sind. In der Erntezeit packen außerdem Erntehelfer mit an, und wer das einen Tag lang mitgemacht hat, versteht, warum auf dem Hof abends um neun das Licht ausgeht.
Viele Redewendungen, die wir täglich benutzen, stammen direkt vom Hof. „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht“ sagt man über alle, die Neues erst mal skeptisch beäugen. „Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln“ meint jemanden, der ohne eigenes Zutun Glück hat, und jeder Landwirt, der das hört, lacht meist nur. Er weiß, wie viel Arbeit in einer Kartoffel steckt. Ähnlich bodenständigen Humor gibt es bei den Handwerkerwitzen, und Tiere ganz ohne Hof findest du bei den Tierwitzen.