Warum nimmt die Blondine eine Leiter mit in die Kneipe?
Sie hat gehört, die Getränke gehen aufs Haus.
Blondinenwitze gehören zu den bekanntesten Witzen überhaupt, fast jeder kann mindestens einen aus dem Stand erzählen. Hier findest du kurze Blondinenwitze, alte Klassiker und jede Menge Gegenwitze, in denen die Blondine am Ende die Schlauste im Raum ist. Es geht um schräge Logik und Wortspiele, nicht darum, irgendwen kleinzumachen.
Warum nimmt die Blondine eine Leiter mit in die Kneipe?
Sie hat gehört, die Getränke gehen aufs Haus.
Warum sind Blondinenwitze eigentlich immer so kurz?
Damit die Leute, die sie erzählen, sie sich merken können.
Warum starrt die Blondine seit zwei Stunden auf den Orangensaft?
Auf der Packung steht „Konzentrat“.
Ein Verkäufer im Baumarkt erklärt einer Blondine zehn Minuten lang ganz langsam, wie man einen Dübel setzt. Sie nickt geduldig.
Dann sagt sie: „Danke. Ich bin Bauingenieurin. Ich wollte eigentlich nur wissen, in welchem Gang die Dübel liegen.“
Die Hotline sagt zur Blondine: „Drücken Sie jetzt bitte eine beliebige Taste.“
Zehn Minuten später fragt sie: „Und wo genau ist die Beliebig-Taste?“
Warum nimmt die Blondine ein Lineal mit ins Bett?
Sie will wissen, wie lange sie schläft.
Ein Anwalt schlägt der Blondine im Flugzeug ein Ratespiel vor: Weiß sie eine Antwort nicht, zahlt sie 5 Euro, weiß er eine nicht, zahlt er 500. Sie fragt: „Was geht mit drei Beinen den Berg hinauf und kommt mit vier herunter?“ Der Anwalt grübelt eine Stunde lang und zahlt schließlich zähneknirschend 500 Euro.
„Und was ist es nun?“, will er wissen. Die Blondine gibt ihm 5 Euro und schläft weiter.
Warum schreibt die Blondine ihren Brief so langsam?
Ihre Freundin kann nicht so schnell lesen.
Eine Blondine steht am Flussufer und ruft einer anderen Blondine auf der gegenüberliegenden Seite zu: „Wie komme ich auf die andere Seite?“
Die ruft zurück: „Du bist doch auf der anderen Seite!“
Bei der Quizshow fragt der Moderator die Blondine: „Wie viele Seiten hat ein Kreis?“
„Zwei. Eine innen und eine außen.“ Der Moderator braucht erst mal eine Werbepause.
Warum wirft die Blondine den Wecker aus dem Fenster?
Sie wollte sehen, wie die Zeit verfliegt.
Der Pizzabote fragt die Blondine: „Soll ich die Pizza in sechs oder in acht Stücke schneiden?“
„Lieber sechs. Acht schaffe ich heute nicht.“
Eine Blondine leiht sich bei der Bank 1.000 Euro für zwei Wochen und lässt als Sicherheit ihren Sportwagen da. Bei der Rückzahlung fragt der Banker verwundert: „Sie fahren so ein Auto und brauchen 1.000 Euro?“
„Wo sonst parke ich mitten in der Stadt zwei Wochen lang für 12 Euro Zinsen?“
Warum legt die Blondine ein Stück Käse neben den Computer?
Für die Maus.
Warum stellt die Blondine abends ein leeres Glas neben ihr Bett?
Falls sie nachts mal keinen Durst hat.
Zwei Ingenieure versuchen seit einer Stunde, mit Leiter und Maßband die Höhe eines Fahnenmasts zu messen. Eine Blondine kommt vorbei, zieht den Mast aus der Halterung, legt ihn auf den Boden und misst: acht Meter.
Als sie weg ist, sagt der eine Ingenieur: „Typisch. Wir brauchen die Höhe, und sie misst die Länge.“
Die Blondine ruft bei der Feuerwehr an: „Bei mir brennt es, kommen Sie schnell!“ „Wie kommen wir denn zu Ihnen?“
„Na, mit dem großen roten Auto!“
Die Blondine kauft eine Thermoskanne. Der Verkäufer erklärt: „Die hält Warmes warm und Kaltes kalt.“
Am nächsten Tag nimmt sie darin einen Kaffee und ein Eis mit ins Büro.
Ein Mann will einer Blondine beim Einparken helfen und winkt sie zehn Minuten lang mit großen Gesten in die Lücke.
Sie steigt aus und sagt: „Vielen Dank. Ich hab zwar eine Rückfahrkamera, aber Sie sahen so glücklich aus.“
Eine Blondine im Elektromarkt: „Ich hätte gern diesen Fernseher.“ „Tut mir leid, an Blondinen verkaufen wir nichts.“ Am nächsten Tag kommt sie mit braun gefärbten Haaren wieder und bekommt dieselbe Antwort.
„Woher wissen Sie denn, dass ich blond bin?“ „Das da ist eine Mikrowelle.“
Warum lächelt die Blondine bei Gewitter?
Sie denkt, sie wird fotografiert.
Der Professor fragt die Blondine in der Vorlesung: „Was ist die Hälfte von acht?“
„Kommt drauf an. Waagerecht durchgeschnitten null, senkrecht drei.“
Woran erkennt man, dass eine Blondine am Computer war?
Am Tipp-Ex auf dem Bildschirm.
Warum geht die Blondine mit dem Handy nie in den Keller?
Da unten hat sie keine Balken mehr, und sie will nicht, dass das Haus einstürzt.
Ein Kollege will die Blondine aufziehen und fragt: „Welche Farbe hat eigentlich ein Schimmel?“
„Kommt aufs Alter an. Schimmel kommen dunkel zur Welt und werden erst mit den Jahren weiß. Noch Fragen?“
Die Blondine hat ein Puzzle in nur drei Monaten fertig gelegt und ist mächtig stolz.
Auf der Packung stand nämlich „2 bis 4 Jahre“.
Ein Mann erzählt im Zugabteil einen Blondinenwitz nach dem anderen. Die Blondine gegenüber liest ungerührt ihr Buch.
Irgendwann fragt er, ob sie die Witze nicht lustig findet. „Doch“, sagt sie. „Ich warte nur darauf, dass Sie merken, dass Sie im falschen Zug sitzen.“
Die Blondine sieht an einer Parkbank das Schild „Frisch gestrichen“.
Sie streicht die Bank zur Sicherheit noch mal. Jetzt stimmt es wenigstens.
Wie hält man eine Blondine stundenlang beschäftigt?
Man gibt ihr einen Zettel, auf dem auf beiden Seiten „Bitte wenden“ steht.
Ein Freund fragt die Blondine: „Sag mal, bist du eigentlich echt blond?“
„Nein, gefärbt. Seitdem erklären mir alle alles zweimal, und ich spare mir die Volkshochschule.“
Blondinenwitze funktionieren alle nach demselben Bauplan. Eine Figur nimmt einen Satz wörtlich, biegt in Gedanken falsch ab und landet bei einer Lösung, auf die sonst niemand gekommen wäre. Die Leiter für die Getränke, die aufs Haus gehen. Der Brief, der langsam geschrieben wird, weil die Freundin nicht so schnell lesen kann. Das ist im Kern reine Wortlogik, und die könnte man genauso gut einem Professor, einem Roboter oder einem Pinguin in den Mund legen.
Dass es ausgerechnet die Blondine erwischt hat, ist eher ein Zufall der Geschichte. Das Bild vom naiven Blondchen geistert seit Jahrzehnten durch Filme, Schlager und Werbung, und irgendwann ist daraus eine feste Witzfigur geworden. Mit echten Menschen und ihrer Haarfarbe hat das ungefähr so viel zu tun wie der wortkarge Typ aus den Ostfriesenwitzen mit dem freundlichen Mann, der in Aurich an der Kasse sitzt. Jeder weiß, dass es ein Klischee ist. Genau deshalb kann man darüber lachen.
Witze über Blondinen, die nur auf Herabsetzung setzen, haben wir bewusst weggelassen. Die sind auch selten lustig, eher anstrengend. Was bleibt, sind Absurdität und verdrehte Logik, und davon gibt es reichlich.
Irgendwann haben die Leute angefangen, den Spieß umzudrehen. Die Blondine sitzt dann im Flugzeug neben dem überheblichen Anwalt, im Baumarkt vor dem Verkäufer, der ihr alles dreimal erklärt, oder in der Bank mit ihrem Sportwagen. Und am Ende ist sie die Einzige, die wirklich verstanden hat, was gespielt wird. Gut ein Drittel der Witze auf dieser Seite gehört zu dieser Sorte, und ehrlich gesagt sind das unsere Lieblinge.
Der Grund ist einfach. Ein Witz lebt von Erwartung und Überraschung. Bei einem klassischen Blondinenwitz ahnt man die Pointe oft schon nach dem ersten Satz, weil man das Muster kennt. Beim Gegenwitz kennt man das Muster auch, und genau das wird einem zum Verhängnis: Man wartet auf die dumme Antwort und bekommt die schlaue. Das Lachen kommt dann doppelt, einmal über die Pointe und einmal über sich selbst.
Manche Gegenwitze gehen sogar noch einen Schritt weiter und spielen mit dem Klischee selbst. Die Blondine, die sich die Haare nur gefärbt hat, damit ihr alle alles zweimal erklären, nutzt das Vorurteil einfach zu ihrem Vorteil. Das ist die eleganteste Form der Rache: nicht beleidigt sein, sondern profitieren. Und der Mann im Zugabteil, der einen Blondinenwitz nach dem anderen raushaut, merkt erst ganz am Ende, wer hier eigentlich auf dem Holzweg ist. Im wahrsten Sinne, denn er sitzt im falschen Zug.
In den besten Gegenwitzen ist nicht die Blondine die Witzfigur, sondern der, der sie unterschätzt. Die beiden Ingenieure am Fahnenmast, die Höhe und Länge nicht auseinanderhalten können, sind dafür ein schönes Beispiel. Wer solche Pointen mag, findet bei den Ingenieurwitzen noch mehr Leute, die sich gern selbst ein Bein stellen, und bei den Anwaltswitzen Juristen, die sich gründlich verrechnen.
Die meisten Witze in dieser Sammlung bestehen aus Frage und Antwort. Das macht sie ideal für den Moment, in dem am Tisch kurz Stille herrscht. Der Trick ist das Tempo: Frage stellen, einen Atemzug warten, Pointe trocken hinterher. Wer bei der Antwort schon selbst losprustet, verschenkt die Hälfte. Mehr von dieser schnellen Sorte gibt es bei den kurzen Witzen, dort geht es querbeet durch alle Themen.
Bei den längeren Geschichten, etwa der mit dem Ratespiel im Flugzeug, kommt es auf die Reihenfolge an. Die Regeln müssen klar sein, bevor die Frage kommt, sonst verpufft die Auflösung. Und lustige Blondinenwitze werden noch lustiger, wenn man einen Gegenwitz direkt nach einem Klassiker erzählt. Dann hat das Publikum die alte Spur im Kopf und fällt umso schöner darauf herein.
Ein paar der Witze hier sind uralt. Die Leiter in der Kneipe oder das Lineal im Bett hat man vermutlich schon auf dem Schulhof gehört. Das macht nichts. Klassiker sind Klassiker, weil die Pointe auch beim zehnten Mal noch funktioniert und weil man sie in drei Sekunden weitererzählen kann. Wer sie noch nicht kannte, hat jetzt einen kleinen Vorsprung.
Ein Witz ist nur so gut wie der Moment, in dem er fällt. Wer echten Blondinen Witze über Blondinen erzählt, sollte sein Publikum kennen. Die neue Kollegin beim ersten Kaffee ist dafür eher nicht die richtige Adresse. Unter Freunden, die sich sowieso ständig gegenseitig auf den Arm nehmen, sieht das schon anders aus. Im Zweifel nimmt man den Gegenwitz. Der kommt fast immer gut an, gerade bei denen, die selbst blond sind.
Das Spiel mit verdrehter Logik funktioniert auch ganz ohne Haarfarbe. Bei den Flachwitzen kommt die Pointe so flach daher, dass man darüber stolpert, und die Anti-Witze verweigern die Pointe gleich ganz. Für alle, die beim Lachen gern ein bisschen leiden, gibt es außerdem die schlechten Witze. Die sind mit Absicht so schlecht, dass sie schon wieder gut sind.