Warum klingeln Kirchenglocken?
Damit alle wissen wann sie zu spät kommen.
Kirchenwitze erzählen vom Pfarrer, der mitten in der Predigt den Faden verliert, von Glocken, die einen an die eigene Verspätung erinnern, und von der Kollekte, die immer dann kommt, wenn das Kleingeld fehlt. Hier findest du kurze Fragen, kleine Szenen aus Beichtstuhl und Gemeindesaal und ein paar Kinderantworten, die jeden Pfarrer ins Grübeln bringen. Gelacht wird über den Kirchenalltag und nie über den Glauben der Leute in den Bänken.
Warum klingeln Kirchenglocken?
Damit alle wissen wann sie zu spät kommen.
Ein Pfarrer fragt die Gemeinde: "Wer war schon mal untreu?"
Alle Männer heben die Hand. Außer einem. "Sie waren nie untreu?" "Ich hab die Frage nicht verstanden."
Ein Mann kommt zur Beichte: "Ich hab gelogen."
Pfarrer: "Wie oft?" "Täglich." "Über was?" "Wie es mir geht."
Warum schläft jemand in der Kirche?
Die Predigt ist lang. Der Schlaf ist gut. Gott versteht das.
Warum gehen manche Menschen nur an Weihnachten in die Kirche?
Damit die jährliche Überprüfung läuft.
Ein Mann betet: "Gott lass mich im Lotto gewinnen."
Gott: "Kauf erstmal einen Schein."
Was ist der Unterschied zwischen einer Kirche und einem Fußballstadion?
Im Stadion beten alle freiwillig.
Ein Kind fragt: "Warum dürfen wir in der Kirche nicht lachen?"
Mutter: "Doch, aber leise." Kind: "Das ist dann kein richtiges Lachen."
Was sagt Gott wenn er einen Witz hört?
"Das hab ich kommen sehen."
Was sagt ein Pfarrer wenn er vergisst was er sagen wollte?
"Lasst uns beten." Das überbrückt alles.
Warum ist die Kirche so alt?
Weil sie immer noch renoviert wird.
Was ist die kürzeste Predigt?
Die die niemand bemerkt hat weil sie enden musste.
Drei Pfarrer klagen sich ihr Leid: In ihren Kirchtürmen wohnen Fledermäuse. Der erste hat es mit Rauch versucht, der zweite mit dem Kammerjäger. Nichts hat geholfen.
Der dritte lächelt: „Ich habe sie einfach konfirmiert. Seitdem hat sich keine mehr in der Kirche blicken lassen.“
Der Pfarrer verkündet nach dem Gottesdienst: „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Das Geld für das neue Kirchendach ist da.“
„Die schlechte: Es steckt noch in euren Taschen.“
Der Pfarrer predigt über Vergebung und fragt am Ende: „Wer von euch kann ehrlich sagen, dass er keinen einzigen Feind hat?“ Ein alter Mann in der ersten Reihe hebt die Hand. „Wunderbar! Wie haben Sie das geschafft?“
„Ganz einfach, Herr Pfarrer. Ich bin 98. Ich habe sie alle überlebt.“
Der Pfarrer fragt im Kommunionunterricht: „Was müssen wir tun, damit Gott uns unsere Sünden vergibt?“ Ein Junge meldet sich sofort:
„Sündigen.“
Warum ist die Kirche so gut im Vergeben?
Übung. Vor allem bei sich selbst.
Die meisten Kirchenwitze spielen dort, wo fast jeder schon einmal war: in der Kirchenbank am Sonntagmorgen, bei der Taufe der Nichte oder in der vollen Kirche an Heiligabend. Man muss nicht fromm sein, um sie zu verstehen. Es reicht, einmal neben jemandem gesessen zu haben, der während der Predigt sanft eingenickt ist. Der Witz, nach dem die Predigt lang ist, der Schlaf gut und Gott das schon versteht, lebt von diesem einen Bild.
Der Pfarrer ist in diesen Witzen meistens ein sympathischer Mensch mit kleinen Schwächen. Er vergisst, was er sagen wollte, und rettet sich mit „Lasst uns beten“. Er braucht Geld für das Kirchendach und weiß genau, wo es steckt, nämlich in den Taschen seiner Gemeinde. Gut möglich, dass dein eigener Pfarrer ein paar davon kennt und sie beim Kaffee nach dem Gottesdienst selbst zum Besten gibt.
Eine eigene Gruppe sind Witze, in denen Kinder vollkommen logisch antworten. Die Frage, was man tun muss, damit einem die Sünden vergeben werden, beantwortet der Junge im Kommunionunterricht mit „Sündigen“. Streng genommen stimmt das sogar, und der Pfarrer kann nur schmunzeln. Ähnlich ist es mit dem Kind, das wissen will, warum man in der Kirche nur leise lachen darf. Leises Lachen sei ja kein richtiges Lachen, findet es, und dem ist schwer zu widersprechen.
Die meisten Witze auf dieser Seite sind familientauglich. Die Kirchenglocken, die läuten, damit alle wissen, wann sie zu spät kommen, oder die Frage nach dem leisen Lachen funktionieren auch bei Grundschulkindern. Beim Witz, in dem der Pfarrer nach Untreue fragt, oder bei der Beichte über die kleine Lüge, wie es einem geht, lachen eher die Erwachsenen.
Gute Gelegenheiten gibt es viele: die Feier nach Kommunion oder Konfirmation, das Gemeindefest oder der Kaffee nach der Taufe. Ein Erzähltipp: Bei Witzen wie dem mit den Fledermäusen im Kirchturm lohnt es sich, die ersten Versuche ruhig ein bisschen auszuschmücken. Rauch, Kammerjäger, vielleicht noch ein Eimer Weihwasser. Je länger der Anlauf, desto besser sitzt am Ende die Pointe mit der Konfirmation.
Ein wenig Fingerspitzengefühl gehört dazu. Wenn am Tisch jemand sitzt, dem sein Glaube viel bedeutet, nimm lieber die Witze über Glocken, Kollekte und lange Predigten und lass die bissigeren weg. Über den Pfarrer, der den alten Mann nach seinen Feinden fragt, lacht dagegen meistens jeder.
Wenn du noch mehr in diese Richtung suchst: Bei den Jesuswitzen geht es mit einem Augenzwinkern um Wasser, Wein und Wunder. Die Gottlosen Witze sind etwas frecher und eher etwas für Leute, die mit Kirche wenig am Hut haben. Zur Trauung, bei der der Pfarrer nach Einwänden fragt, passen unsere Hochzeitswitze, und für die Zeit, in der die Kirche einmal im Jahr richtig voll ist, gibt es die Weihnachtswitze.