Polen-Witze

Oft kommt es vor, dass Witze über bestimmte Personengruppen alles andere als schmeichelhaft sind. So werden unangenehme Vorkommnisse gern aufgegriffen, stereotypisiert und als Kurzwitze unter das Volk gebracht, welche nicht selten anhaltende Vorurteile über die Betroffenen hervorrufen. Den Polen hängt zum Beispiel der Ruf an, dass sie Diebe seien und vor ihnen nichts sicher sei. Besonders beliebt ist dabei auch das Wortspiel im Zusammenhang mit „klauen“; beispielsweise existiert die Aussage, der beliebteste Männername in Polen sei Klaus, die häufigste Krankheit in Polen sei Klaustrophobie und der Polen liebstes Bier sei Clausthaler. Ein weiteres Thema ist die angebliche Vorliebe der Polen, Autos zu klauen. So entstehen Witze, welche beispielsweise davor warnen, man solle nicht lachen, wenn ein Pole einen Autounfall baue, da es das eigene Auto sein könne. Auch die Lenkschlösser der gestohlenen Autos bieten dabei gute Vorlagen.

In einigen Witzen werden mehrere Bevölkerungsgruppen auf den Arm genommen. Zum Beispiel existiert hierbei die Hypothese, dass ein Mensch, welcher zur Hälfte polnischer und zur anderen Hälfte russischer Abstammung ist, zu faul zum Stehlen wäre, was also auch auf die angeblich typisch russische Gemütlichkeit anspielt. Eine weitere Hypothese in ähnlicher Richtung besagt, dass ein Mensch, der halb polnischer, halb holländischer Abstammung ist, die geklauten Autos nicht fahren könne.

Als weniger lustige, sondern eher makabere Vorlage für Polen-Witze eignet sich die Zeit des Zweiten Weltkrieges, in der ein großer Teil Polens von den Deutschen eingenommen und unterworfen wurde. Dabei wird unter anderem darüber gespottet, wie „preiswert“ zu dieser Zeit für die Deutschen ein Urlaub in Polen war und dass sie sich alles erlauben konnten, ohne dafür belangt zu werden. Zudem besitzen Deutsche die Vorliebe, in Polen einkaufen zu gehen, was eigentlich durch die dort niedrigeren Preise begründet ist. Andere Vermutungen legen diese Tatsache jedoch so aus, dass der tatsächliche Grund das Zurückerlangen der eigenen Sachen sei.

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